.
 
CO2-neutrale Wärmeversorgung
Projektinfo 03/2008
 

Das Konzept einer CO2-neutralen Wärmeversorgung soll sich bei der Sanierung zweier Wohnblocks in Hannover- Vahrenheide bewähren; unterstützt durch ein Monitoring der Solaranlage.
© IGS, TU Braunschweig

Regenerative Wärme für Wohnsiedlungen

Hoher baulicher Wärmeschutz und passive solare Gewinne tragen deutlich zur Primärenergieeinsparung in Gebäuden und ganzen Wohnsiedlungen bei. Wenn dann noch regenerative Energieträger den Restwärmebedarf decken, können auch die Emissionen minimiert werden. Zwei Energieträger bieten sich an: die thermische Solarenergie und die Biomasse.

Bei konsequenter Nutzung ihrer Potenziale ließe sich über die Hälfte des Endenergiebedarfs zur Wärmebereitstellung decken. Solaranlagen dienten früher ausschließlich der Warmwasserbereitung; heute treten zunehmend solare Kombianlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungs- unterstützung an ihre Stelle. Aufgrund günstiger Brennstoffkosten und erprobter Technik hat die Holzfeuerung in den letzten Jahren eine ähnlich positive Entwicklung genommen.

Die Kombination z.B. eines Holzpellet- Heizkessels mit einer thermischen Solaranlage ermöglicht eine nahezu CO2-neutrale Wärmeversorgung für die zu versorgenden Wohneinheiten oder einen Nahwärme-Verbund. Wärmeerzeugungssysteme auf Basis konventioneller Energieträger wie Gas oder Heizöl führen zu deutlich höheren CO2-Emissionen. Für den Betrieb solarthermischer Anlagen ist lediglich der Strom für die Umwälzpumpen erforderlich.

Auch der energetische Aufwand für die Herstellung der Pellets ist zu berücksichtigen. Er führt aber aufgrund der neutralen CO2-Bilanz der Pflanze zu deutlich geringeren Emissionen als die Verbrennung von Gas oder Öl. Zudem weist die Kombination von Holz-Heizkessel und thermischer Solaranlage weitere technische und damit wirtschaftliche Optimierungspotenziale auf. Nutzen beide Anlagen die gleichen Wärmespeicher, so lassen sich Kosten kompensieren und hohe Nutzungsgrade erzielen.

Bild 1 - projekt 0308 01: Das Konzept einer CO2-neutralen Wärmeversorgung soll sich bei der Sanierung zweier Wohnblocks in Hannover- Vahrenheide bewähren; unterstützt durch ein Monitoring der Solaranlage.
Copyright: IGS, TU Braunschweig
Bild 2 - projekt 0308 02: Abb. 2: Gebäudesteckbrief, Kenndaten Energiekonzept.
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 3 - projekt 0308 03: Lageplan technische Anlagen.
Copyright: Lindener Baukontor, Hannover
Bild 4 - projekt 0308 04: Abb. 4: Kollektorfeld auf dem Gebäude Magdeburger Str. 2.
Copyright: IGS, TU Braunschweig
Bild 5 - projekt 0308 05: Abb. 5: Gebäude Wiershäuser Weg 35-41 in saniertem Zustand.
Copyright: IGS, TU Braunschweig
Bild 6 - projekt 0308 06: Abb. 6: Kenndaten Energiekonzept Holzgerlingen.
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 7 - projekt 0308 07a: Abb. 7: Südansicht Kinderhaus
Copyright: Hochschule Offenburg
Bild 8 - projekt 0308 07b: Abb. 7: Kollektorfeld.
Copyright: Hochschule Offenburg
 :
Copyright:
arrow
arrow

Seit 2004 fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen des Energieforschungsprogramms im Förderkonzept „Solarthermie2000plus“ u.a. die Planung, Realisierung und Erprobung von Pilot- und Demoanlagen für die Wärmeversorgung von Wohnsiedlungen. Ziel ist die Optimierung des Primärenergiebedarfs auf Basis einer möglichst CO2-neutralen Wärmeversorgung.

Umgesetzt und erprobt werden diese Konzepte in Pilot- und Demonstrationsanlagen für Wohnsiedlungen mit 50 bis 250 Wohneinheiten im städtischen wie ländlichen Raum. Beispielhafte Erfahrungen aus zwei Sanierungsvorhaben in Hannover-Vahrenheide und Hannoversch Münden sowie einer Neubausiedlung in Holzgerlingen liegen nun vor.

Inhaltsübersicht Projektinfo 03/2008:
Seite 1 von 5

Adressen

Projektleitung
IGS, TU Braunschweig

Kooperationspartner
STZ-EGS

Kooperationspartner
Fraunhofer IBP

Wissenschaftlich-technische Programmbegleitung
ZfS - Rationelle Energietechnik GmbH

WIssenschaftlich-technische Begleitung Holzgerlingen
Hochschule Offenburg