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Vakuum-Sandwich-Produkte im Praxistest
Projektinfo 09/2007
 

Wie sich die empfindlichen Vakuumisolationspaneele (VIP) im Baualltag und Gebäudebetrieb bewähren, wird an Demonstrationsgebäuden erprobt.

Vakuumgedämmte Fertigteile in der Baupraxis

Energetisch optimierte Gebäude benötigen in der Regel eine dicke Wärmedämmung. Bei  Passivhäusern sind Dämmstärken von 30 cm und mehr keine Seltenheit. Sind die Außenmaße eines Gebäudes vorgegeben, z. B. durch bestehende Nachbarhäuser oder Baulinien, geht die hohe energetische Qualität auf Kosten der Innenfläche.

Umgekehrt ist es bisher schwierig, einen hochwertigen Wärmeschutz zu schaffen, wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht oder keine dick auftragende Dämmung erwünscht ist. Dies betrifft beispielsweise die nachträgliche Dämmung einer einzelnen Reihenhausfassade, aber auch „klassische“ Wärmebrücken wie Rollladenkästen, Fensterlaibungen oder Balkone. In solchen Fällen bietet die Dämmung mit Vakuumisolationspaneelen (VIP) eine Lösung: Die Paneele können bei gleicher Stärke eine vielfach größere Dämmwirkung erzielen als herkömmliche Materialien. Sie ermöglichen dadurch schlanke Konstruktionen auch für sehr gut gedämmte Gebäude oder Gebäudeteile. VIP bestehen aus einem porösen, druckbelastbaren Füllkern, der in einer Vakuumkammer in diffusionsdichte Hochbarriere-Kunststofffolien eingeschweißt wurde. Die Technologie aus dem Bau von Kühl- und Gefriergeräten wurde inzwischen – auch im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte – für den Einsatz am Bau weiterentwickelt. Um die gute Dämmwirkung in der Paneelmitte nicht zu relativieren, mussten zunächst Wärmebrücken am Rand der Paneele und anderen Anschlusspunkten minimiert werden.

Bild 1 - projekt 0907 01: Wie sich die empfindlichen Vakuumisolationspaneele (VIP) im Baualltag und Gebäudebetrieb bewähren, wird an Demonstrationsgebäuden erprobt.
Copyright:
Bild 2 - projekt 0907 02: Ausgewählte Bauteile des Demonstrationsgebäudes.
Copyright: Variotec, Neumarkt
Bild 3 - projekt 0907 03: Glasfaseranker als Verbindungselement der Fertigteil-Konstruktion.
Copyright:
Bild 4 - projekt 0907 04: Gebäudesteckbrief.
Copyright: Variotec, Neumarkt
Bild 5 - projekt 0907 04b: Gebäudesteckbrief.
Copyright: Variotec, Neumarkt
Bild 6 - projekt 0907 05: Ecklösung mit durchgehender VIP-Dämmebene
Copyright: Variotec, Neumarkt
Bild 7 - projekt 0907 06: Anschluss Bodenplatte / Wand
Copyright: Variotec, Neumarkt
Bild 8 - projekt 0907 07: Thermografie: die Vakuumisolationspaneele in der Außenwand zeigen gleichmäßig gute Dämmeigenschaften.
Copyright: Fraunhofer ISE, Freiburg
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Weiter war die Entwicklung dampfdiffusionsdichter Stoßstellen der Elemente sowie Anschlüsse der VIP für Boden, Fassade und Dach erforderlich. Notwendig waren außerdem praktikable Lösungen, wie das sehr empfindliche Dämmmaterial unbeschadet an seinen Einsatzort gelangt und dort über lange Jahre störungsfrei funktioniert. Nach ersten Praxistests mit VIP-Dämmung an einzelnen Bauteilen sollen Demonstrationsgebäude weitergehende Erfahrungen über die Planung und den Bau mit VIP bringen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) förderte deshalb die Planung, Optimierung und das Monitoring eines komplett mit VIP gedämmten Passivhauses aus Fertigteilen. Das Gebäude wurde 2005 errichtet und wird seitdem messtechnisch begleitet. Im Folgenden werden die Erfahrungen mit den VIP-Elementen größtenteils unabhängig von der aufwendigen haustechnischen Ausstattung des Gebäudes vorgestellt.

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Adressen

Hersteller/Bauherr
VARIOTEC

Monitoring
Fraunhofer ISE