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Datenbank MASEA
Projektinfo 07/2007
 

Schimmelpilzbefall im Innenraum – das Gebäude war vor 15 Jahren mit 6 cm gedämmt worden. Die Dämmung war aus bauphysikalischer Sicht nicht ausreichend.

Materialdaten für die energetische Altbausanierung

Im Altbaubestand, der ca. 80% der Gebäude ausmacht, stecken die größten Potenziale, um den Energieverbrauch zu senken. Gerade hier lassen sich durch bauliche Maßnahmen, wie z. B. Wärmedämmung, Nutzung der Sonneneinstrahlung oder Verbesserungen des Raumklimas durch Heizung, Lüftung oder Kühlung, große Mengen an Energie einsparen. Seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung EnEV im Februar 2002 sind ebenfalls bei der Sanierung von Altbauten Vorgaben des energetischen und baulichen Wärmeschutzes zu erfüllen.

Die Aufgaben für den Planer sind damit auch komplexer geworden. Geht es dem Bauherren meist vorrangig um die wirtschaftlichste Lösung bei Einhaltung der Bestimmungen, hat der Planer mit gleicher Intention die Sanierungsmaßnahmen auf den jeweiligen Gebäudebestand konkret auszurichten. Bei einer nicht fachgerechten und bauphysikalisch fehlerhaften Sanierung kann es zu Schäden kommen. In der Altbausanierung treten häufig Probleme wie Schimmelpilzbildung oder Korrosion auf, die meist auf der begrenzten Kenntnis der feuchtetechnischen Eigenschaften der ursprünglich verbauten und heute genutzten Baustoffe beruhen.

Häufig müssen den im Gebäudebestand vorgefundenen historischen Materialien die bauphysikalischen Eigenschaften moderner Produkte unterstellt werden. Entsprechend begrenzt fällt auch die Auswahl für die eingesetzten Reparaturbaustoffe aus. Hier fehlte bisher eine zusammenhängend verfügbare und umfängliche Sammlung hygrothermischer Materialkennwerte, die auch als Basis für die verfügbare Planungssoftware genutzt werden kann.

Bild 1 - 0707 Abb.1: Schimmelpilzbefall im Innenraum – das Gebäude war vor 15 Jahren mit 6 cm gedämmt worden. Die Dämmung war aus bauphysikalischer Sicht nicht ausreichend.
Copyright:
Bild 2 - 0707 Abb.1a: Schimmelpilzbefall im Innenraum – das Gebäude war vor 15 Jahren mit 6 cm gedämmt worden. Die Dämmung war aus bauphysikalischer Sicht nicht ausreichend.
Copyright: Dr. Burkhard Schulze Darup, Architekt
Bild 3 - 0707 Abb.1b: Mikroskopische Aufnahme eines typischen Innenraumpilzes Alternaria alternata.
Copyright: Fraunhofer IBP
Bild 4 - 0707 Abb.2: Materialkennwerte
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 5 - 0707 Abb.3: Algenbefall unter der Dämmung aus Styropor
Copyright: Franziska Herborn, Architektin
Bild 6 - 0707 Abb.4: Mikroskopische Aufnahme eines typischen Innenraumpilzes Cladosporium cladosporioides.
Copyright: Fraunhofer IBP
Bild 7 - 0707 Abb.5: Schematischer Aufbau der Trocknungsapparatur.
Copyright: Universität Dresden
Bild 8 - 0707 Abb.6: Pilzbefall durch Feuchtigkeitsanreicherung an der Oberfläche und im Bauteil.
Copyright: EMPA-Akademie: Die Gebäudehülle
Bild 9 - 0707 Abb.6b: Pilzbefall durch Feuchtigkeitsanreicherung an der Oberfläche und im Bauteil.
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 10 - 0707 Abb.7: Bauphysikalische Kennwerte (Kategorien: Dämmstoffe; Bauplatten).
Copyright: BINE-Informationsdienst
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Die ausführliche Beschreibung der bauklimatischen Eigenschaften möglichst vieler Baumaterialien stellt eine fundierte Grundlage für die bauphysikalisch korrekte Sanierung dar. Diese Wissenslücke wird durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Forschungsvorhaben geschlossen. Ziel ist es, den Anwendern und Herstellern von Planungssoftware eine möglichst breite Datenbasis von Materialkennwerten historisch verwendeter und moderner Baustoffe zur Verfügung zu stellen und als Datenbank im Internet frei zugänglich anzubieten.

Inhaltsübersicht Projektinfo 07/2007:
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Fachartikel zum Thema
(Fraunhofer IBP, 11 S., 804 kB)