Heizung, Kühlung, Lüftung
Der rechnerische Jahresheizwärmebedarf des kompakten und gut gedämmten Gebäudes liegt mit ca. 30 kWh/m²a sehr niedrig. Das Gebäude nutzt in erster Linie thermoaktive Bauteilsysteme (TABS) zur Heizung und Kühlung. Das Temperaturniveau des Heizwassers der TABS wird im Winter nachts auf bis zu 28°C angehoben. Die Vorlauftemperatur wird in vier getrennten Zonen zentral geregelt, kann für einzelne Räume jedoch nicht verändert werden. Die Grundlast der Wärmeversorgung wird von zwei Wärmepumpen abgedeckt. Als Wärmequelle für die Wärmepumpen dient Grundwasser, da vorhandene Grundwasserströme am Standort sehr gute Voraussetzungen bieten. Die Erschließung erfolgt über einen 16 m tiefen Förderbrunnen und zwei Schluckbrunnen. Im Sommer dient das Grundwasser als alleinige Kältequelle zur direkten Kühlung über einen Wärmeübertrager.
Die Belegungsdichte von Klassenräumen erfordert hohe Luftwechselraten, um die gewünschte Luftqualität zu gewährleisten. Daher wird das gesamte Schulgebäude ganzjährig über drei zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung mechanisch be- und entlüftet. Die Lufterwärmung erfolgt bis zu Außentemperaturen von ca. –5°C ausschließlich über die Wärmepumpen. Erst bei tieferen Außentemperaturen werden Nachheizregister zugeschaltet, die von einem Holzpelletkessel mit höheren Vorlauftemperaturen versorgt werden. Im Sommer wird die Zuluft über den Grundwasserwärmeübertrager sowie Kühlregister temperiert. In Abhängigkeit davon, ob ein Klassenraum belegt ist oder nicht, regeln Mischgassensoren die Zuluftmenge. Pro Raummodul kann ein Fenster geöffnet werden. Fensterkontakte bewirken, dass die Lüftungsanlage im jeweiligen Raum abgestellt wird, sobald das Fenster geöffnet ist.
Adressen
Architektur
Elwert-Stottele-Rädle
Wissenschaftliche Begleitforschung
Hochschule Biberach
Dokumentation
Fraunhofer ISE
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Links
(1 Seite, 46 kB)
Abschlussbericht
(116 Seiten, pdf, 14,7 MB)
Bauwerkskosten
(1 Seite, 20 kB)



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