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Gebäude sanieren - Gemeindezentrum
Kirchengemeinden haben seit den sechziger Jahren eine intensive Bautätigkeit entwickelt. Inzwischen sind die damals entstandenen Gebäude vielfach sanierungsbedürftig. Ihre Instandsetzung und Ertüchtigung verbunden mit einem integrativen architektonischen Konzept bietet neben dem Werterhalt, der Funktionsanpassung und dem bewussten Umgang mit Schadstoffemissionen und Energie zusätzlich die Chance, Betriebskosten einzusparen.
Die Ökologische Bestandsentwicklung zielt darauf ab, bei erheblichen baulichen Interventionen jeweils das Gesamte zu betrachten und gravierende Schwachstellen zu beseitigen. Kirchliche Gemeindezentren umfassen oft sehr unterschiedliche Gebäudetypen. Damit ergeben sich entsprechend unterschiedliche Anforderungen an Nutzung, Ausstattung und daran anknüpfende Sanierungsmaßnahmen. Das Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde Ulm-Böfingen wurde in drei Bauabschnitten errichtet. 1966 entstanden Kirche und Gemeindehaus, 1974 Pfarrhaus und Kindergarten, 1990 schließlich der neue Glockenturm. Die im Frühjahr 2004 begonnene energetische Modernisierung des Gebäudeensembles hebt sich durch ihr innovatives Konzept hervor: Schwerpunkte bilden die Minimierung von Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten im Zusammenspiel mit massiver und aktiver Solarenergienutzung, eine intelligente technische Unterstützung des Nutzerverhaltens und die Effizienzsteigerung der Heizungsanlage. Der im Vorfeld ausgelobte Realisierungswettbewerb hatte das Ziel, unter Berücksichtigung der architektonischen Qualitäten den Energieverbrauch des gesamten Gemeindezentrums um mehr als 50 % zu reduzieren.
Neben konventioneller Sanierung von Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Energieversorgung wurden bei der Sanierung der Pfarrhausfassade sowie des Fußbodens im Kindergarten Vakuumisolationspaneele (VIP) eingesetzt. Die Ergebnisse der ersten Messperiode seit Herbst 2005 liegen nun vor. Das noch bis 2007 laufende Projekt-Monitoring ist Bestandteil des Förderschwerpunktes „Energieoptimiertes Bauen (ENOB)“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird. Ein Teilaspekt befasst sich mit der „Energetischen Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)“.
Adressen
Architektur
ZAE Bayern
Projektdurchführung
Günther Hermann Architekten
Messtechnische Validierung
Fraunhofer IBP
Bauphysikalisches Konzept
GFO

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