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Neubau des ZUB in Kassel
Projektinfo 05/2005
 

West-Ansicht: Der Neubau ist an eine ehemalige Maschinenfabrik angebaut, die vom Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel genutzt wird.
© Constantin Meyer

Forschen - energetisch optimiert

Bürogebäude benötigen sehr viel weniger Heizwärme als Wohnbauten. Die vielen elektrischen Geräte geben Wärme ab und die Belegungsdichte ist höher. Außerdem können weitgehend verglaste Fassaden die solaren Gewinne vergrößern. Die Vorteile hinsichtlich des Energieverbrauchs im Winter stören jedoch im Sommerbetrieb, denn dann ist das Überhitzungsrisiko groß. Ein effektiver, möglichst außen liegender Sonnenschutz sowie eine hohe Wärmespeicherfähigkeit der Konstruktion in Verbindung mit einer intensiven Nachtlüftung können dieses Problem lösen.

Zur weiteren Steigerung der Behaglichkeit kann das System der Bauteilaktivierung energieeffizient beitragen: Es kann unabhängig von Lüftungsanlagen sowohl kühlen als auch heizen. Die Methode folgt dem Prinzip der Fußbodenheizung, über die Wärme abgeführt bzw. abgegeben wird. Auf Grund der großen wärmeübertragenden Fläche genügen bereits geringe Systemtemperaturdifferenzen, was eine effiziente Einbindung von Umweltwärme (Grundwasser, Erdreich) ermöglicht. Der Einsatz und die Analyse der Bauteilaktivierung waren ein zentrales Anliegen beim Neubau des Zentrums für Umweltbewusstes Bauen (ZUB).

Bild 1 - 0505 1neu: West-Ansicht: Der Neubau ist an eine ehemalige Maschinenfabrik angebaut, die vom Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel genutzt wird.
Copyright: Constantin Meyer
Bild 2 - 0505 2: Blick ins Treppenhaus: rechts die restaurierte Wand, links die neue Lehmbauwand.
Copyright: Constantin Meyer
Bild 3 - 0505 3: Gebäudesteckbrief.
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Bild 4 - 0505 4: Schematische Darstellung der Heizkreise für den Heiz- sowie Kühlfall.
Copyright: ZUB
Bild 5 - 0505 5: Schnitt Nord-Süd mit Lüftungsschema.
Copyright: ZUB
Bild 6 - 0505 6: Bauwerkskosten.
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Bild 7 - 0505 7:
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Das ZUB bildet als unabhängige, universitätsnahe Einrichtung zusammen mit den Fachgebieten Bauphysik, Technische Gebäudeausrüstung und Experimentelles Bauen an der Universität Kassel einen Forschungsschwerpunkt. Das Gebäude dient dem Verein nicht nur als Standort, sondern gleichzeitig auch als Vorführobjekt. Die dort tätigen Forscher waren an der Planung beteiligt. Energetische Planungsziele beim Neubau waren: ein Heizwärmebedarf von weniger als 25 kWh/m²a, weitgehend natürliche Belüftung und Belichtung der Räume, ein gutes sommerliches Raumklima sowie die passive Nutzung von Solarenergie. Gleichzeitig sollte ein behagliches, komfortables Arbeitsumfeld für die Nutzer entstehen. Bei der Planung des Gebäudes wurde Wert auf ein gutes Zusammenspiel der Baukonstruktion und der Anlagentechnik gelegt. Dadurch konnten natürliche Effekte für den Betrieb genutzt und die Technik auf ein Minimum reduziert werden. Im April 2001 wurde das ZUB eröffnet. Die energetische Optimierung, Vermessung und Dokumentation des Demonstrationsgebäudes wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) im Förderkonzept „SolarBau“ gefördert und Mitte 2004 abgeschlossen.

Inhaltsübersicht Projektinfo 05/2005:
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Bauphysik/Energiekonzept/Simulation
Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH

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