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Bürogebäude als Serienprodukt
Projektinfo 13/2007
 

Abb. 1: Der Büroneubau liegt in Aachen am Rande einer Solarsiedlung und orientiert sich ebenfalls an den energetischen Vorgaben für die Wohngebäude der Siedlung.
© Jörg Hempel, Aachen

© Jörg Hempel, Aachen

Effizientes Bürogebäude mit flexiblem Raumkonzept

Das Thema Heizkosten ist heute für den Neubau von Wohngebäuden oft schon ein zentraler Aspekt. Bei Bürogebäuden steht in der Regel eine hohe Arbeitsplatzqualität im Vordergrund, verbunden mit der Überlegung, das Gebäude zu kühlen. Dies muss aber nicht zwangsläufig über hohe Bau- oder Folgekosten erkauft werden. Eine energetische Optimierung führt auch bei Bürogebäuden nicht nur zu geringen Betriebskosten, sondern bietet auch hohen Innenraumkomfort. In Aachen veranlasste das Konzept einer Solarsiedlung deren Planer, mit ihrem eigenen, benachbarten Büroneubau die gleichen energetischen Anforderungen zu erfüllen. Das Gebäude sollte außerdem in Erstellung und Betrieb besonders wirtschaftlich sein.

In der Konzeptphase wurde jeder Teilaspekt hinsichtlich der Kosten, die über die
gesamte Bau- und Nutzungszeit zu erwarten sind, bewertet und optimiert. Die aufwendigere Planung im Vorfeld macht sich bezahlt: geringe Folgekosten und hohe Nutzungsflexibilität versprechen die langfristige Sicherung der Investition. Da in diesem Fall die Bauherren das Gebäude selbst planten und auch nutzen, zogen alle an einem Strang. Der integrale Planungsansatz, grundlegende Voraussetzung für ein tragfähiges, energieeffizientes Konzept, ließ sich gegenüber anderen Projekten deutlich einfacher umsetzen. Mit seinem großflächigen Grundriss ohne tragende Innenwände ermöglicht das Gebäude eine variable Unterteilung in Nutzungseinheiten und verschiedene Büroformen. Dies muss aber nicht zwangsläufig über hohe Bau- oder Folgekosten erkauft werden. Eine energetische Optimierung führt auch bei Bürogebäuden nicht nur zu geringen Betriebskosten, sondern bietet auch hohen Innenraumkomfort. In Aachen veranlasste das Konzept einer Solarsiedlung deren Planer, mit ihrem eigenen, benachbarten Büroneubau die gleichen energetischen Anforderungen zu erfüllen. Das Gebäude sollte außerdem in Erstellung und Betrieb besonders wirtschaftlich sein.

Bild 1 - projekt 1307 01: Abb. 1: Der Büroneubau liegt in Aachen am Rande einer Solarsiedlung und orientiert sich ebenfalls an den energetischen Vorgaben für die Wohngebäude der Siedlung.
Copyright: Jörg Hempel, Aachen
Bild 2 - projekt 1307 01b:
Copyright: Jörg Hempel, Aachen
Bild 3 - projekt 1307 02: Abb. 2: Gebäudesteckbrief
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 4 - projekt 1307 03: Abb 3: Grundriss Regelgeschoss
Copyright: Hahn Helten, Aachen
Bild 5 - projekt 1307 04: Abb. 4: Einer der Besprechungsräume ohne raumakustische Maßnahmen
Copyright: Jörg Hempel, Aachen
Bild 6 - projekt 1307 04b: Abb. 4b: Energiekonzept: Systemkomponenten
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 7 - projekt 1307 05: Abb 5: Energiekennwerte bezogen auf NGF beheizt
Copyright: BINE Informationsdienst
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Das Energiekonzept, das primär auf die Nutzung von Erdwärme bzw. -kälte im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe setzt, ist einfach gehalten. Die Integration der Gebäudetechnik in Decke bzw. Fußboden unterstützt die Flexibilität im Innenraum. Das Aachener Bürogebäude sollte von vornherein mehr als ein einmaliges Experiment sein. Es ist vorgesehen, aus dem Konzept eine „Produktreihe“ zu machen, dadurch Planungskosten zu sparen und von den bisherigen Erfahrungen zu profitieren. Seit Sommer 2002 ist das Büro bezogen. Ein anschließendes Monitoring wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Forschungsschwerpunktes EnOB – Energieoptimiertes Bauen – gefördert. Die Auswertung  mehrerer hundert Messstellen über fünf Jahre hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Gebäude inzwischen mit so guten Kennzahlen aufwarten kann. Die Evaluation wird deshalb auch weiterhin fortgesetzt.

Inhaltsübersicht Projektinfo 13/2007:
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Adressen

Gesamtplanung und Produktentwicklung
Balanced Office Building GmbH

Gebäudetechnik/Simulation
VIKA Ingenieur GmbH

Wissenschaftliche Begleitung
b+tga, Uni Wuppertal

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Literaturliste zum Thema
(1 Seite, 40 kB)

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Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB