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Einsparungen bei Strom und Wärme
Projektinfo 13/2006
 

Dezentrale Heizungspumpe
© WILO AG, Dortmund

Dezentrale Heizungspumpen

Eine zentrale Heizung erfordert eine zentrale Umwälzpumpe - logisch. Es geht aber auch anders: mit extrem kleinen Pumpen, die im Schnitt nur ein Watt Leistung benötigen, kann jeder Heizkörper einzeln versorgt werden. Dies zeigen Ergebnisse eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungsvorhabens, das der Pumpenhersteller WILO gemeinsam mit verschiedenen Forschungseinrichtungen vorgestellt hat. Was auf den ersten Blick nach Mehraufwand aussieht, könnte sich für viele Gebäude als eine energiesparende und wirtschaftliche Lösung mit interessanten neuen Einsatzmöglichkeiten herausstellen.

Heute werden die verschiedenen Stränge einer Heizungsanlage in der Regel durch eine zentrale Pumpe versorgt. Dabei sorgen Drosselventile für die gleichmäßige Durchströmung der Heizkörper und Thermostatventile regeln die bedarfsgerechte Wärmezufuhr. Ohne die hydraulischen Verluste dieser Komponenten würde meist nur rund die Hälfte der Pumpenleistung benötigt. Mit einer dezentralen Umwälzpumpe an jedem Heizkörper sollen diese Verluste vermieden werden.

Bild 1 - 1306 01: Dezentrale Heizungspumpe
Copyright: WILO AG, Dortmund
Bild 2 - 1306 02: Hydraulischer Abgleich in Theorie und Praxis
Copyright: WILO AG, Dortmund
Bild 3 - 1306 03: Schnellaufheizung.
Copyright: WILO AG, Dortmund
Bild 4 - 1306 04: Tagesgang einer bedarfsabhängig geregelten Vorlauftemperatur.
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Bild 5 - 1306 05: Raumtemperatur bei Regelung mit dezentraler Pumpe (rot) und mit Thermostatventil bei großer Heizleistungsreseve (grau).
Copyright: WILO AG, Dortmund
Bild 6 - 1306 06: Nachtabsenkung und Wiederaufheizung.
Copyright: WILO AG, Dortmund
Bild 7 - 1306 07: Hochgerechneter Verbrauch im Versuchshaus für eine Heizperiode.
Copyright: WILO AG, Dortmund
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Zentrales Element des Konzeptes ist eine neue Generation sehr sparsamer kleiner Pumpen, die nahezu geräuschlos auch in Wohn- und Schlafräumen betrieben werden können. Sie laufen nur, wenn im entsprechenden Raum Wärme benötigt wird. Neben erheblichen Einsparungen für den Pumpenstrom versprechen sich die Forscher auch beträchtliche Heizkostenersparnisse. Das Regelverhalten soll zudem den Bewohnern einen höheren Komfort bieten. Neue Funktionalitäten in Verbindung mit Gebäudeleittechnik unterstützen Gebäudebetreiber und Hausbesitzer etwa durch Fernbedienbarkeit. Für den Fachhandwerker ergibt sich darüber hinaus die Möglichkeit einer Ferndiagnose und gezielten Vorbereitung anstehender Wartungsarbeiten. Inwieweit diese Erwartungen bei einem Wechsel von einer „Angebotsheizung“ mit zentraler Heizungspumpe zur „Bedarfsheizung“ zutreffen, wurde an einem typischen Einfamilienhaus aus dem Gebäudebestand getestet.

Adressen

Hersteller
WILO

Projektpartner
TU München