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Nutzen für Gebäudebetreiber bestätigt
Projektinfo 11/2009
 

Abb. 1: Die Betriebsdiagnose erschließt neue Einsparpotenziale für den Betrieb gebäudetechnischer Anlagen. In der Biberacher Gebhard-Müller-Schule wurde sie unterstützend zur messtechnischen Evaluierung des Gebäudekonzepts eingesetzt.
© Lichtbildner Albrecht Immanuel Schnabel

Betriebsdiagnose von Gebäuden

Bürogebäude und Gewerbebauten sind, vor allem bei hohen Komfort- und Nutzungsansprüchen, sehr komplexe Systeme: Sie werden individuell bzw. "integral" geplant und als "innovativ" oder "intelligent" vermarktet. Doch auch diese Gebäude müssen nach Inbetriebnahme intensiv einreguliert und optimiert werden.

In der Regel erfährt man wenig über den Gebäudebetrieb. Untersuchungen zeigen, dass viele Gebäude im Betrieb hinter den Zielvorgaben und Planwerten zurückbleiben – auch weil die Zeit der Einregulierung oft zu knapp bemessen ist. Eine kontinuierliche Optimierung findet nur selten statt. Anpassungen aufgrund veränderter Anlagentechnik oder Gebäudenutzung werden hinsichtlich der Energieeffizienz meist nicht durchgeführt, das Zusammenspiel unterschiedlicher Gewerke oder parallelbetriebener Anlagen oft unzureichend berücksichtigt. Zudem ist das Verhalten der Nutzer in der Planungsphase kaum einschätzbar. Deshalb gilt es, bereits in der Planung die richtigen Weichen zu stellen. Die Optimierung einer betriebstechnischen Anlage kann nicht erst im laufenden Betrieb einsetzen. Sie muss bereits in der Planung berücksichtigt werden. Das Ziel ist eine nachhaltige Planung über den kompletten Lebenszyklus von Gebäuden und technischer Gebäudeausrüstung (TGA) hinweg. Anforderungen an Energieeffizienz und Nutzungskomfort müssen sich in Planung, Anlagenauslegung und Energiemanagement gleichermaßen umsetzen lassen. Ein Optimieren des Gebäudes im laufenden Betrieb muss möglich sein. Welche Methoden und Werkzeuge sind dazu nötig?

Bild 1 - projekt 1109 01: Abb. 1: Die Betriebsdiagnose erschließt neue Einsparpotenziale für den Betrieb gebäudetechnischer Anlagen. In der Biberacher Gebhard-Müller-Schule wurde sie unterstützend zur messtechnischen Evaluierung des Gebäudekonzepts eingesetzt.
Copyright: Lichtbildner Albrecht Immanuel Schnabel
Bild 2 - projekt 1109 02: Abb. 2: Vorgehen bei der Betriebsdiagnose
Copyright: Ebert-Ingenieure
Bild 3 - projekt 1109 03: Abb. 3: Carpet-Plot zur Darstellung einer Zeitreihe
Copyright: Ebert-Ingenieure
Bild 4 - projekt 1109 04: Abb. 4: Ostgebäude der Munich Re in der Königinstraße
Copyright: FfE
Bild 5 - projekt 1109 05: Abb. 5: Das Laborgebäude vor und nach der Sanierung
Copyright: FH Aachen, SIJ
Bild 6 - projekt 1109 06: Abb. 6: Fassade der Gebhard-Müller-Schule
Copyright: Lichtbildner Albrecht Immanuel Schnabel
Bild 7 - projekt 1109 07: Abb. 7: Carpet Plot zum Wärmepumpen-Betrieb im Biberacher Schulgebäude (Ausschnitt)
Copyright: Ebert-Ingenieure
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Antworten wurden im vom BMWi geförderten Forschungsprojekt "OASE" (Optimierung der Automationsfunktionen mit dynamischer Simulation als Energie-Management-System) gefunden: Mit dem dort entwickelten Instrument der Betriebsdiagnose werden z. B. die Datenaufzeichnungen der Gebäudeautomation in der Betriebsphase eines Gebäudes genutzt, um energetische Schwachstellen und betriebstechnische Mängel zu ermitteln und daraus Optimierungspotenziale abzuleiten. Die OASE-Methodik wurde inzwischen in Demonstrationsgebäuden unterschiedlicher Nutzung erprobt. Sie ergänzt aktuelle Forschungsaktivitäten mit dem Ziel, die Einführung ganzheitlicher Gebäudeenergiekonzepte in der Praxis voranzubringen. Dazu zählt die Entwicklung eines "Kostengünstigen Energiemanagements für Wohn- und Bürogebäude" (KENWO) ebenso wie die eines "Energie-Navigators", der mit Schnittstellen zur Gebäudeautomation eine teilautomatisierte energetische Betriebsoptimierung ermöglicht.

Adressen

Projektleitung
Ebert-Ingenieure

Messprogramm, Gebäudeanwendung
FfE

Weitere Gebäudeanwendungen
Solar-Institut Jülich

Weitere Gebäudeanwendungen
Hochschule Biberach

Downloads

Präsentation OASE
(pdf, 48 Seiten, 5,1 MB)

Abschließender Projektbericht OASE
(pdf, 175 Seiten, 9,9 MB)