Prozessgas: nicht lange fackeln
In vielen Industrieverfahren entsteht nebenbei Prozessgas. Es erscheint naheliegend und effizient, dieses Gas in den Betrieben thermisch zu nutzen und dadurch Erdgas zu ersetzen. In der Praxis werden die Gase bisher allerdings oft abgefackelt, denn die wechselnde Zusammensetzung und Verunreinigung durch Begleitstoffe erschwert die Nutzung. Das BINE-Projektinfo "Prozessgas – vom Nebenprodukt zum wertvollen Brennstoff" (13/08) zeigt Verfahren sowie Erfahrungen mit neuen Brennern für solche Schwachgase, die jetzt eine fast vollständige Verwendung ermöglichen.
Die Verbrennung von Prozessgasen stellt besondere Anforderungen an Anlagentechnik und Betriebsführung. In einem Forschungsprojekt wurden Brennertypen für unterschiedliche Gasarten entwickelt, die annähernd die Flammentemperaturwerte einer Erdgasverbrennung erreichen. Sie zeichnen sich durch hohe Betriebssicherheit und gutes Ausbrandverhalten aus und haben sich im industriellen Einsatz bereits bewährt. Ein neues dynamisches Mess- und Steuerungskonzept passt regelbare Industriebrenner genauer als bisher an schwankende Zusammensetzungen an und verbessert dadurch deren Wirkungsgrad.
Das neue BINE-Projektinfo "Prozessgas – vom Nebenprodukt zum wertvollen Brennstoff" (13/08) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 – 92379-0.
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