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Kältespeicher Chemnitz: Erstes Betriebsjahr ausgewertet
03.02.2009

Effiziente Kälte für kühle Rechner

Das Fernkältenetz der Stadtwerke Chemnitz verzeichnete im Hitzesommer 2003 erste Lieferengpässe. Ein Kapazitätsausbau wurde unumgänglich, um nicht nur meteorologischen Ausnahmebedingungen gewachsen zu sein, sondern den sowieso von Jahr zu Jahr steigenden Kältebedarf verlässlich decken zu können. Durch neue, klimatisierte Einkaufspassagen und Bürogebäude mit großzügig verglasten Fassaden wird in Chemnitz, wie auch andernorts, das Produkt „Kälte" immer stärker nachgefragt. Bei der notwendigen Erweiterung entschieden sich die Stadtwerke am Ende aus ökonomischen wie ökologischen Gründen für die Integration eines Kältespeichers in das Netz. Das neue BINE-Projektinfo „Kältespeicher optimiert Fernkältesystem" (12/08) stellt das Chemnitzer Fernkältenetz, den neuen Großkältespeicher und die Erfahrungen des ersten Betriebsjahres vor.

Der Kältespeicher wird nachts mittels Absorptionskältemaschine beladen, die als Antriebsenergie die sommerliche Überschusswärme eines Heizkraftwerkes nutzt. Dadurch konnte auf den Zubau weiterer stromgetriebener Kompressionskältemaschinen verzichtet werden, die überwiegend Mittel- oder Spitzenlaststrom als Antriebsenergie verwendet hätten. Der neue Kältespeicher hat für den Betrieb des Kältenetzes entscheidende Vorteile: Er kann kleine Lastschwankungen ausgleichen und damit die Betriebsführung optimieren und in weniger als zwei Minuten zwischen Be- und Entladung wechseln. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf ein Be- und Entladesystem gelegt, das die Temperaturschichtung im Speicher optimal nutzt und erhält. Die Verantwortlichen in Chemnitz sind mit dem erweiterten Netz sehr zufrieden: Im ersten Betriebsjahr erfolgte die Kälteerzeugung ausschließlich aus Abwärme.

Ende 2008 ging bei einem Industrieunternehmen in Biberach ein Nachfolgeprojekt in Betrieb, in das die Chemnitzer Erfahrungen eingeflossen sind. Das BINE-Projektinfo „Kältespeicher optimiert Fernkältesystem" (12/08) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 – 92379-0.

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