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Wärmeverluste eines freistehenden Einfamilienhauses (Baujahr vor 1984).
© BINE Informationsdienst

Wärmeverluste durch die Gebäudehülle lassen sich durch einen optimierte Wärmedämmung vermindern. Thermografie einer Fensterfront: je heller die Fläche, umso größer die Wärmeverluste.
© Energieagentur NRW


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Energie wird entwertet

Die Umwandlung von Energie macht Leben auf der Erde erst möglich. Die Strahlung der Sonne treibt die Photosynthese an, der wir das Wachstum der Pflanzen (Biomasse) und letztlich Erdöl, Erdgas und Kohle verdanken. Chemische Energie, in Holz oder Erdgas gespeichert, wird durch Verbrennung in Wärme (thermische Energie) überführt und für die Beheizung von Häusern eingesetzt. Energie wird beim Beheizen eines Hauses nicht „verbraucht“, sondern aus der chemisch gebundenen Energie des Erdgases wird Wärme.

Ein „Verlust“ von Energie entsteht dadurch, dass chemische Energie technisch nicht vollständig in Heizenergie umgewandelt werden kann, aber auch weil die Wärme im Haus nicht dauerhaft gespeichert werden kann. Abhängig von der Wärmedämmung des Hauses fließt die Wärme mehr oder weniger schnell an die kalte Umgebung ab. Die Wärme ist für die menschliche Nutzung damit verloren. Energie wurde entwertet – also „verbraucht“. Moderne Gebäude haben einen guten Wärmeschutz, um möglichst wenig Heizwärme abzugeben. Niedrigenergiehäuser verbrauchen im Jahr pro Quadratmeter Wohnfläche weniger als 7 Liter Heizöl, Passivhäuser nur noch 1,5 Liter. Zum Vergleich: Ein Haus ohne Wärmeschutz verheizt mehr als 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter im Jahr.

Auch aus einem Altbau mit hohen Wärmeverlusten lässt sich ein energiesparendes Eigenheim machen. Abb. 11 zeigt die typischen Energieverluste eines Einfamilienhauses. Durch einen verbesserten Wärmeschutz (Wärmedämmung der Außenwände und des Daches, Wärmeschutzverglasung) und einer effizienten Heiztechnik (z.B. Gas- Brennwertkessel) lässt sich sehr viel Energie einsparen. Energie sparen heißt aber nicht, auf Komfort zu verzichten. Im Gegenteil: Die Innenflächen der Außenwände haben auch im Winter eine angenehme Temperatur. Die Behaglichkeit und der Komfort für die Bewohner nehmen daher zu. Abb. 13 zeigt die wesentlichen Maßnahmen um den „Energieverbrauch“ eines Hauses zu senken.

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