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Fazit

Die Erfahrungen der Forschungsprojekte zeigen, dass sich oberflächennahe Geothermie für die Temperierung von Büro- und Verwaltungsgebäuden grundsätzlich gut eignet. Bei entsprechender Auslegung und richtigem Betrieb sind, abhängig von Größe, Effizienz und Auslastung der Anlage, erhebliche Energiekosteneinsparungen sowie CO2-Reduktionen im Vergleich zu konventionellen Heiz- und Kühlsystemen möglich.

Doch die untersuchten Gebäude, die diese relativ junge Technologie nutzen, zeigen fast alle noch fehlerhafte Details: sowohl in Planung und Ausführung als auch insbesondere bei Regelung und Betrieb. Die Geothermieanlagen spielen im Alltag eines Betreibers häufig nur eine untergeordnete Rolle, solange sie funktionieren oder redundante Systeme fehlende Leistung ergänzen. Ein Betriebsmonitoring ist also nicht nur gerechtfertigt, weil es Effizienzsteigerung ermöglicht, sondern auch, weil es hilft, Ausfällen vorzubeugen. Dazu sollten mindestens die Ein- und Austrittstemperaturen des Erdwärmespeichers sowie der Wärmeentzug und -eintrag überwacht werden. Abweichungen vom Regelbetrieb können so rechtzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen schnell umgesetzt werden.

Generell ist sowohl eine Abstimmung des Gebäude- als auch des Technik- und Regelungskonzepts auf die Erdwärmenutzung erforderlich. Für die Energieeffizienz der Systeme, den thermischen Komfort im Gebäude sowie die dauerhafte Funktionalität muss bei Planung und Ausführung ein hoher qualitativer Standard eingehalten werden. Und um den Betrieb zu überwachen, benötigt man ausreichende, genaue Messeinrichtungen. Nach einer umfassenden Abnahme und Inbetriebnahme bedarf es dann einer Einregulierungsphase von etwa zwei Jahren. In dieser Zeit sollte die Anlage messtechnisch begleitet werden, so dass das System an die realen Randbedingungen angepasst und das Zusammenspiel zwischen dem Gebäude, den Anlagen zur Erdwärmenutzung und weiterer Technik zur thermischen Konditionierung als auch den Nutzern optimiert werden kann. Fehlende Erfahrungen bei ausführenden Firmen und den Betreibern der Anlagen können diese Phase deutlich verlängern.

Aus den Erfahrungen im Rahmen des Projekts WKSP wurde ein Leitfaden für die Erdwärmenutzung in Bürogebäuden über Erdwärmesonden, Energiepfähle und Bodenabsorber entwickelt. Er wird als BINE-Fachbuch herausgegeben.

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Begleitforschung WKSP
TU Braunschweig, IGS

Kooperationspartner WKSP
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Kooperationspartner WKSP
TU Braunschweig, IMAB

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Universität Hannover, IEK

Kooperationspartner TherMo
UBeg GbR

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