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Die Grundschule in Ostfildern-Ruit soll CO2-neutral werden. Das Konzept überzeugte die Jury im Ideenwettbewerb „Schule 2030 – Lernen mit Energie“ und wurde mit dem BMWi-Preis 2014 ausgezeichnet.
© ARGE Glück & Partner GmbH, Schädler & Zwerger Architekten GmbH
Ideenwettbewerb „Schule 2030“
26.05.2014

Während der Veranstaltung auf den Berliner Energietagen vergeben Dr. Rodoula Tryfonidou vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Markus Kratz vom Projektträger Jülich die Preise.
© BINE Informationsdienst

Die Preisträger im Ideenwettbewerb „Schule 2030 – Lernen mit Energie“.
© BINE Informationsdienst

Ausgezeichnete Lern- und Lebensräume

Am vergangenen Dienstag zeichnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Schulbauprojekte aus, die am Ideenwettbewerb „Schule 2030 – Lernen mit Energie“ teilgenommen hatten. Die prämierten Neubau- und Sanierungsprojekte setzen nach dem Urteil der Jury Maßstäbe für den Lebensraum Schule bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. BMWi-Referentin Dr. Rodoula Tryfonidou lobte während der Verleihung des BMWi-Preises 2014 die zukunftsweisenden Energiekonzepte und das Mitgestalten von Schulleitung, Lehrern und Schülern während der Planungsphase.

Zum dritten Mal wurde der BMWi-Preis 2014 im November 2013 ausgelobt, diesmal als Ideenwettbewerb für vorbildhafte Schulprojekte in Neubau und Sanierung. Während der Berliner Energietage fand die feierliche Preisverleihung am Abend des 20. Mai 2014 statt. Die eingereichten Planungsentwürfe mussten vor der multidisziplinär besetzten Jury gestalterisch, konzeptionell und technologisch überzeugen. Am Wettbewerb teilnehmen konnten Architekten, Fachplaner, Schulträger oder Arbeitsgemeinschaften.

Vorbildliche Konzepte für ein besseres Lernklima

Markus Kratz vom Projektträger Jülich übergab die Preise an die Planungsteams der sieben prämierten Schulbauprojekte. In seiner Laudatio hob er besonders die beachtlichen Ambitionen in den Sanierungsprojekten hervor. Der kalkulierte Primärenergiebedarf nach Energieeinsparverordnung (EnEV) liege für die prämierten Projekte bei durchschnittlich nur 65 kWh/m²a. Dabei lägen die geschätzten Kosten unter denen der Neubauprojekte. Dies zeige auch, dass in der Schulsanierung der energetisch ambitionierte Plusenergie-Standard zu vertretbaren Kosten realisierbar sei.

Neben einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro erhielten die Preisträger eine vom Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel persönlich unterzeichnete Urkunde.

Die prämierten Schulprojekte

Folgende vier Schulprojekte haben einen Preis in der Kategorie Sanierung erhalten:

  • Der Zweckverband Schul- und Sportzentrum Lohr erhielt einen Preis für die Sanierung des dortigen Schul- und Sportzentrums mit Schwimmbad und Sporthalle nach Plusenergie-Standard sowie einen Sonderpreis für das innovative Lüftungskonzept.
  • Der Kreis Lippe bekam einen Preis für die Sanierung des Berufskollegs Detmold zur Plusenergieschule sowie einen Sonderpreis für das innovative Beleuchtungskonzept.
  • Die Hansestadt Rostock nahm einen Preis für die Sanierung der Schule in Reutershagen zur Plusenergieschule samt Erweiterungsbau entgegen.
  • Die Landeshauptstadt Stuttgart erhielt einen Preis für die Sanierung der Uhlandschule in Stuttgart-Rot zur Plusenergieschule.

Diese zwei Schulprojekte erhielten einen Preis in der Kategorie Neubau:

  • Die Stadt Ostfildern erhielt einen Preis für ihre CO2-neutrale Grundschule sowie einen Sonderpreis für die innovative Energieversorgung der Schule.
  • Der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz erhielt einen Preis für den Neubau des Plusenergie-Gymnasiums Willibald-Gluck sowie einen Sonderpreis für den innovativen, partizipativen Planungsprozess.

Weitere Auszeichnungen gingen an folgende Schulträger:

  • Ein Sonderpreis wurde der Stadt Weimar übergeben für das innovative Wärmeschutz-Konzept bei der energetischen Sanierung der örtlichen Grundschule.
  • Eine lobende Erwähnung erhielt das Hochbauamt der Stadt Nürnberg für einen vorbildhaft erstellten Leitfaden für Ausschreibungsunterlagen für klimaneutrale Schulen.

Präsentation der Neubau- und Sanierungsprojekte

Die Preisträgerprojekte werden auf der Website der Forschungsinitiative EnOB – Energieoptimiertes Bauen unter www.enob.info/de/schule-2030 ausführlich dargestellt. Dort finden sich auch die Planungsbeteiligten sowie die Urteile der Jury zu allen Preisträgern.

(jl)

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