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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Die Karlsruher Druckerei nach der Sanierung.
© Patrick Beuchert
Sanierung verbessert Arbeitsplatzqualität
Projektinfo 01/2009

Abb.1a: Die Druckerei vor der Sanierung.
© Fraunhofer ISE
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Gebäude sanieren - Büro- und Gewerbebau

Für die Erweiterung einer Druckerei sollte ein bestehender Flachbau aufgestockt werden. Das war der Anlass, gleichzeitig die dort bereits untergebrachten Grafik- und Büroarbeitsplätze aufzuwerten. Bei der Maßnahme wollte die Firma außerdem ihr besonderes Engagement für den Umweltschutz demonstrieren – für sie auch ein Werbeargument über den Druckprozess hinaus. Die energetischen Anforderungen wurden also hoch gesteckt, verbunden mit dem Ziel, den Arbeitsplatzkomfort für die Mitarbeiter zu optimieren.

So wie in vielen Großraumbüros aus den sechziger und siebziger Jahren war das Klima in dem Flachbau weder im Sommer noch im Winter angenehm. Die Arbeitsplätze waren schwierig zu belüften und natürlich zu belichten. Die Wärmeabgabe der künstlichen Beleuchtung erhöhte die Raumtemperatur. Zusätzlich belastete die umfangreiche Technik für die „Druckvorstufe“ die Luft nicht nur mit Wärme, sondern auch mit Schadstoffen. Fensteröffnung war die einzige Möglichkeit einzugreifen. Um die Arbeitsbedingungen im Sommer halbwegs erträglich zu gestalten, waren teilweise Klimasplitgeräte nachgerüstet worden.

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Das für Sanierung und Erweiterung entwickelte Gesamtkonzept löst diese Probleme und bietet eine gestalterisch und funktional überzeugende Lösung. Maschinenabwärme zur Beheizung des Gebäudes und Lüftung im Zusammenspiel mit Flächenkühlung über Erdsonden sichern hohen Arbeitsplatzkomfort bei geringem Energieverbrauch. Durch eine großzügige Verglasung mit außen liegendem Sonnenschutz kann das Tageslicht besser genutzt werden. Ausschlaggebend für alle Entscheidungen war das Anliegen, den Nutzerkomfort zu erhöhen. Bei der finanziellen Bewertung berücksichtigte man sowohl die Anfangsinvestition als auch die Kosten während des Betriebs. Die Sanierung wurde 2004 geplant und im Jahr darauf von einem Generalunternehmer durchgeführt. Seitdem wird das energetische Verhalten des Gebäudes genau bilanziert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert im Rahmen seine  Forschungsbereichs „Energetische Sanierung der Bausubstanz“ (EnSan) die Erfassung und Auswertung der Messdaten des engagierten Projektes.

Merkzettel

Adressen

Bauherr/Projektadresse
E & B Engelhardt & Bauer

Energiekonzept
Fraunhofer ISE

Monitoring
KIT-fbta

Links

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