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Mehr Tageslicht und optimierte Beleuchtung
Projektinfo 09/2012
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Räume ins richtige Licht rücken

Ganz gleich, ob im Büro, zu Hause oder in der Schule: Zu wenig Tageslicht oder ungünstige Beleuchtung schränken die Sicht in Räumen ein und belasten die Augen. Beispielhaft für Schulen und Pflegeheime wurde untersucht, wie sich mit neuen Lichtkonzepten sowie neuer Lampen-, Leuchten- und Vorschalttechnik die Situation verbessern lässt. Eine Messanlage erfasste dazu die lichttechnischen und energetischen Eigenschaften. Dank neuer Beleuchtungsanlagen und optimierter Technik ließ sich dann der elektrische Energiebedarf in einer Schule um rund zwei Drittel reduzieren.

Natürliches Tageslicht ist für das Wohlbefinden unerlässlich. So können Räume, die ausreichend mit künstlichem Licht beleuchtet sind, zwar den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen unterstützen aber das Tageslicht nicht ersetzen. Dieser Rhythmus ist durch eine Art innere Uhr geprägt, auf die das Licht entscheidenden Einfluss hat. Reicht die effektive Strahlung nicht aus, gerät die innere Uhr aus dem Takt. Die Folge sind weniger ausgeprägte Schlaf-Wach-Phasen und das Wohlbefinden sowie die Gesundheit werden deutlich gestört. Um diesen chronobiologischen Rhythmus im Gleichgewicht zu halten, bietet es sich bei nicht ausreichender Tageslichtversorgung an, die künstliche Beleuchtung dynamisch dem Tagesverlauf anzupassen. Mit neuen, optimierten Leuchten- und Vorschalttechniken können außerdem deutliche energetische Einsparungen erzielt werden. Im Verbundprojekt stellten Forscher hierzu zunächst fest, wie und in welchem Umfang die Effizienz der Beleuchtung verbessert werden kann. Die vorhandenen veralteten Anlagen werden durch neue Lampen-, Leuchten- und Vorschalttechnik sowie durch energieoptimierende Steuerungs- und Regelsysteme ersetzt. Eindrucksvoll dabei ist die Reduzierung des Energieumsatzes um zwei Drittel.

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Gütemerkmale und lichttechnische Größen

Gutes Licht setzt voraus, dass eine Beleuchtungsanlage alle relevanten Gütemerkmale berücksichtigt und sich nicht nur auf ein Merkmal – etwa die Beleuchtungsstärke – beschränkt. Ein Buch lesen, diffizile Montageteile zusammenbauen oder Arbeit am Computer: Unterschiedliche Tätigkeiten in Freizeit oder Beruf bestimmen, welche Sehaufgaben die Augen bewältigen müssen. Daraus leiten sich die Anforderungen an die Qualität der Beleuchtung ab. Helligkeitsniveau und -verteilung, Blendungsbegrenzung, Lichtfarbe und -richtung sowie die Farbwiedergabe gehören zu den lichttechnischen Gütemerkmalen. Die europäische Norm DIN EN 12464-1 „Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen“ hat den Qualitätsbegriff erweitert. Seither werden die klassischen Gütemerkmale ergänzt durch die Aspekte der Tageslichtnutzung und der energieeffizienten Lichterzeugung.

Die Beleuchtungsstärke wird horizontal und vertikal in der Maßeinheit Lux (Ix) gemessen und gibt den Lichtstrom an, der von der Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft: Bei Sonnenlicht etwa wird rund 100.000 Lux (lx) gemessen, im Schatten unter einem Baum ungefähr 10.000 lx, in einer mondhellen Nacht 0,2 lx und beim Sternenlicht noch weniger. In Innenräumen liegen die Beleuchtungsstärken zwischen 50 und 500 lx.

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Adressen

Projektleitung
TU Berlin, LI

Projektpartner
IBUS GmbH

Service

BINE-Projektinfo 09/2012
(PDF, 4 Seiten, 1,1 MB)

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