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Abb. 4 Größenvergleich: Der kippbare Einspannblock ist 14 m hoch und wiegt 1.000 t.
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Der Einspannblock kippt um 20°

Das Herzstück des Prüfstandes in der neuen großen Halle für 90 m lange Rotorblätter ist ein kippbarer 1.000 t schwerer Einspannblock. Der 14 m x 12 m x 12,5 m große Block steht auf einem Spezialfundament (8.700 t Stahlbetonkonstruktion auf 100 Pfählen) und fixiert Rotorblätter für die Prüfungsdauer am Flansch. Das Fundament ist ausgelegt für Lasten von 115.000 kNm statisch und +/- 30.000 kNm zyklisch, die während Blatttests auftreten. Um auch bei 90 m langen Blättern eine starke Durchbiegung der Blattspitze zu erzielen, wird der Zugweg bis zum Boden durch eine Schrägstellung des Einspannblockes verlängert. Über einen im Boden verankerten Hydraulikzylinder lässt sich der Stahlblock um 20° kippen. Dies ermöglicht, lange Rotorblätter an der Blattspitze um bis zu 30 m durchzubiegen und vereinfacht das Einspannen des Blattes. Während der statischen Tests wird der Block kontinuierlich hydraulisch geneigt, gleichzeitig werden auf das Blatt Lasten über Stahlseile aufgetragen. Durch den am Block verankerten Hydraulikzylinder können die immer größer werdenden Lasten kontrolliert auf das Blatt übertragen werden.

Bei der vertikalen Prüfung wird die Belastung ausschließlich in eine Richtung übertragen. Zuglast und Eigengewicht zeigen vertikal also in dieselbe Richtung; die Seillasten werden so reduziert. Würde das Blatt horizontal ausgelenkt, wären immer 2 Lastanteile vorhanden: die vertikale Eigengewichtslast und die horizontale Zuglast.

Merkzettel

Adressen

Kompetenzzentrum Rotorblatt
Fraunhofer IWES – Bremerhaven

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