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Abb. 4: Übersicht der Arbeitsstruktur in Saerbeck.
© Gemeinde Saerbeck, Klimaschutzkonzept 2008
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Preisgekröntes Engagement der Klimakommune Saerbeck

Der Gemeinderat von Saerbeck in Nordrhein-Westfalen hat 2008 entschieden, die Energieversorgung auf regenerative Energien und nachwachsende Rohstoffe umzustellen. Erklärtes Ziel ist die Klimaneutralität bis 2030: In der Gemeinde soll so viel Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen werden, wie verbraucht wird. Eng verflochten ist das Projekt mit der Umsetzung der Agenda-21-Strategie des Kreises Steinfurt. Bis Ende 2007 haben sich die CO2-Emissionen der Gemeinde bereits um ein Viertel reduziert. Dafür wurde ihr der European Energy Award und der Deutsche Solarpreis 2009 verliehen.

Bis Dezember 2008 wurde ein „Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept“ erarbeitet. Ziel ist die bilanzielle Energieautarkie bis 2030 sowie die klimaneutrale Gemeindeverwaltung bis 2018. Dabei unterstützen die Forscher die Gemeinde bei nicht weniger als 150 Einzelmaßnahmen. Davon sollen zunächst 25 umgesetzt werden. Im Leitprojekt „Saerbecker Sonnenseite“ werden Effizienzpotenziale für den privaten und gewerblichen Gebäudebestand ermittelt. Im Leitprojekt „Saerbecker Einsichten – erneuerbare Energien transparent gemacht“ beliefert eine gläserne Heizzentrale ein örtliches Nahwärmenetz. Regenerative Energien werden mit einem Energie- Erlebnis-Pfad anschaulich gemacht. Zentrales Element des dritten Leitprojektes „Steinfurter Stoffströme“ ist die Entwicklung des 90 Hektar großen Geländes eines ehemaligen Munitionsdepots zu einem Bioenergiepark. Geplant sind Photovoltaik-Anlagen auf 70 Bunkergebäuden sowie der Bau von sieben Windenergieanlagen. Hinzu kommen vier Biogasanlagen, die neben der Produktion von Biogas auch die Veredlung der anfallenden Gärreste in Düngemittel vorsehen. Es entsteht ein Kompetenzzentrum Bioenergie, zu dem Forschungseinrichtungen wie die FH Münster ebenso gehören wie die Umweltbildung.

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Universität Kassel