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Abb. 5: Gebäude Wiershäuser Weg 35-41 in saniertem Zustand.
© IGS, TU Braunschweig

Abb. 6: Kenndaten Energiekonzept Holzgerlingen.
© BINE Informationsdienst

Abb. 7: Südansicht Kinderhaus
© Hochschule Offenburg

Abb. 7: Kollektorfeld.
© Hochschule Offenburg
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Weitere Pilotanlagen

Sanierung Wohnanlage Hannoversch Münden

Die 3 dreigeschossigen Wohngebäude wurden 2005/2006 energetisch und haustechnisch saniert: Nach umfassender Kellerdecken- und Außenwanddämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke sowie Fenstererneuerung entspricht der Dämmstandard der Gebäudehülle nun den Anforderungen der EnEV.

Die alte Wärmeversorgung (Gaseinzelthermen bzw. Kohleheizung) soll durch die Kombination aus thermischer Solaranlage und Holzpellet- Heizkessel ersetzt werden. Die beiden Erzeugersysteme beladen dabei eine Pufferspeicherkaskade (insgesamt 5 in Reihe verschaltete Kurzzeitspeicher mit je 1.500 l Volumen). Die drei Wohngebäude sind über eine Nahwärmeleitung an die Heizzentrale angeschlossen.

Der Holzpelletkessel (100 kW) wurde Ende 2005 in Betrieb genommen. Die Solaranlage mit 102 m² Kollektorfläche soll in 2008 installiert werden; ausgeführt als sogenanntes AquaSystem: Anstatt eines separaten Solarkreislaufs mit Frostschutzmittel wird das Heizungswasser in der Solaranlage als Wärmeträger eingesetzt. Dieses System ist bei Kleinanlagen bereits erprobt; für diese Großanlage gilt es, die Kosten durch den Wegfall des Wärmeübertragers und des Frostschutzmittels zu reduzieren. Bedingung für ein solches System – direkt- durchströmte Kollektoren – sind Vakuum- Röhrenkollektoren, da diese im Winter einen verbesserten Wärmeschutz besitzen.

Neubaugebiet Holzgerlingen

Auch für das Neubaugebiet Hülben in Holzgerlingen wird die Nahwärmeversorgung der Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie des Kindergartens durch die Kombination von Solaranlage und Holzpelletkessel gesichert.Die Flachkollektoren sind auf dem Dach des Kindergartens mit aufgeständert. Pufferspeicher, Wärmetauscher und Pelletkessel befinden sich in der ca. 50 m entfernten Heizzentrale. Die Wärme wird dort über einen Plattenwärmetauscher an die Pufferspeicher übergeben. Ihre Einspeisung ins Nahwärmenetz des Baugebiets erfolgt direkt aus dem wärmsten Pufferspeicher heraus. Die Solaranlage wurde im Dezember 2005 in Betrieb genommen.

Da eine Nachheizung durch den Pelletkessel im Sommer möglichst vermieden werden soll, wurde die Solaranlage so ausgelegt, dass sie dann den gesamten Wärmebedarf sowie die Netzverluste abdecken kann. Ein weiteres wichtiges Auslegungskriterium war ein solarer Deckungsanteil am gesamten Jahreswärmebedarf von mindestens 10 %. Da zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ein Teil der an die Nahwärmeversorgung anzuschließenden Gebäude noch in Bau bzw. noch unbewohnt waren, werden erst jetzt tatsächliche Verbrauchsdaten erfasst. Im Endausbau sollen 46 Einfamilienhäuser, 36 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und ein Kindergarten angeschlossen werden. Die Messergebnisse werden im Sommer 2008 vorliegen.

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Adressen

Projektleitung
TU Braunschweig, IGS

Kooperationspartner
STZ-EGS

Kooperationspartner
Fraunhofer IBP

Wissenschaftlich-technische Programmbegleitung
ZfS - Rationelle Energietechnik GmbH

WIssenschaftlich-technische Begleitung Holzgerlingen
Hochschule Offenburg

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu den Projekten

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