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Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser

Systeme zur laufenden Messung der Anlagenleistungsfähigkeit zahlen sich doppelt aus: Erstens können Fehler und Betriebsstörungen schneller entdeckt und behoben werden als bei "vor sich hin" arbeitenden Anlagen. Und zweitens steigern diese Systeme das Engagement von Herstellern und Fachfirmen merklich, denn wer möchte schon mit unzuverlässigen Komponenten oder schlechtem Service entdeckt werden.

Häufigste Ursache für geringe Energieerträge sind Wechselrichterdefekte, gefolgt von Verschattungseffekten und Wartezeiten auf Austauschkomponenten. Auch sind ungünstige Modulorientierungen, ineffiziente Wechselrichter, hohe Modultemperaturen oder verschmutzte Module oft verantwortlich dafür, dass die tatsächlich erreichten Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eine Aufstellung der häufigsten Fehlerquellen findet sich unter www.bine.info in der Rubrik Service/InfoPlus.

Inzwischen gibt es verschiedene Verfahren zur systematischen Betriebsüberwachung: Sehr einfach ist die Datenerfassung mit Wechselrichtern, die verschiedene Betriebswerte bilanzieren, jedoch fehlen hier die Strahlungsdaten. Auch können die Zählerdaten von Hand abgelesen und mit Wetterdaten z. B. aus dem Internet abgeglichen oder über Anlagendatenbanken im Internet mit anderen Anlagen verglichen werden. Genauer ist die Überprüfung von Anlagen mit mobilen Systemen nach Inbetriebnahme und in bestimmten Inspektionsintervallen, da hier geeichte Strahlungssensoren vor Ort eingesetzt werden.

Fest installierte Messsysteme zur Erfassung von Anlagen- und Strahlungsdaten können die Anlage kontinuierlich überwachen und evtl. Fehler oder Defekte dem Anlagenbetreiber sofort übermitteln. Eine ausreichende Genauigkeit bei der Messung der Sonneneinstrahlung ist bislang allein mit lokalen Strahlungssensoren erreichbar. Die kostengünstigen Silizium-Strahlungssensoren messen immerhin auf 3-5 Prozent genau. Eine Übersicht zu den verschiedenen Verfahren und Systemen findet sich unter www.bine.info in der Rubrik Service/InfoPlus.

Projektinfo 03/2003:
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