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Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit

Der Einsatz eines Fenstersystems hat sich nach den gesetzlichen Vorgaben zu richten; er hängt aber ebenso von den Einflüssen der Einbausituation, den Anforderungen des Bauherrn sowie von seiner Haltbarkeit und Wartungsfähigkeit ab. Das Fenster ist Bestandteil der Außenwand und damit Belastungen von Außen wie aus dem Innenraum ausgesetzt. Ersetzen neue Fensterkonstruktionen traditionelle, so ist zu prüfen, ob die „geplante“ Gebrauchstauglichkeit erreicht und langfristig erhalten werden kann. Dazu wurde im Rahmen des Forschungsprojekts ein Abfrage- und Prüfverfahren entwickelt, das die Konstruktionen einem differenzierten Check unterzieht. Es umfasst Belastungsversuche, Langzeitversuche (z.B. zur statischen Belastung von Kunststoffprofilen), Prüfungen der Luftdurchlässigkeit, Simulation von dynamischen Windbelastungen sowie In-situ-Versuche mit eingebauten Fenstern.

Fünf Fenstersysteme unterschiedlicher Hersteller (Holz-Dämmstoffverbundprofile, Verbund- und Kastenfenster sowie hochwärmegedämmte Kunststoffprofile) wurden mit diesem Verfahren auf ihre Gebrauchstauglichkeit hin untersucht.

Sämtliche Fenstersysteme wurden als prinzipiell gebrauchstauglich eingestuft. Dies galt auch für die nicht näher geprüften Verbund- und Kastenfenster. Für ein Gesamturteil steht die Überprüfung konstruktiver Details noch aus. Bei wärmegedämmten Kunststofffenstern wurde z.B. das bekannte Verformungsverhalten von Rahmen mit außermittiger Lage der Aussteifung bei einseitiger Temperatureinwirkung bestätigt. Es ist bei Herstellung und Montage solcher Fenstersysteme zu berücksichtigen.

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Adressen

Projektleitung, Koordinierung
ift Rosenheim GmbH

Forschungspartner
Passivhaus Institut

Forschungspartner
BTU Cottbus

Hinweis

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