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Perspektive 2020 – Vision 2050 für den Campus

Im August 2015 will die TU Braunschweig mit dem Folgeprojekt „EnEff Campus 2020“ die Umsetzung des Masterplans starten. Es wird eine Vielzahl von Maßnahmen in Neubau, Sanierung und Instandhaltung, im Bereich der Energieversorgung, der Nutzermotivation und der städtebaulichen Entwicklung in Angriff genommen. Hinzu kommen ein umfassendes Monitoring und nicht-technische Maßnahmen wie Energiecoaching und Nutzerworkshops. Parallel dazu wollen die Forscher eine Technologie-Plattform aufbauen, um städtische Strukturen besser zu erforschen und Zukunftsstrategien für den Campus in Braunschweig zu entwickeln. Die mit dem Energiekataster erfassten Gebäudedaten werden in dieser Plattform zur laufenden Optimierung der Gebäudeperformance eingesetzt (Real-Life-Lab). Das langfristige Ziel ist ein weitgehend CO2-neutraler Campus im Jahr 2050. Diese Vision bildet die Basis für ein dauerhaftes Commitment der Hochschule.

Förderschwerpunkt „EnEff:Campus“

Städte und Gemeinden sind aufgefordert, die Klimaschutzziele der Bundesregierung in ihren Stadtentwicklungsprozessen umzusetzen. Ganzheitliche Entwicklungskonzepte für Quartiere, der Einsatz innovativer Planungshilfsmittel und die Vernetzung unterschiedlichster Know-How-Träger, können einen wichtigen Beitrag hierzu leisten. Hochschulen und andere campusartige Liegenschaften können durch ihre zentrale Verwaltung, ihre fachliche Expertise und ihren heterogenen Gebäudebestand eine Vorreiterrolle einnehmen und wichtige Impulse für die jeweilige gesamtstädtische Entwicklung liefern. Innerhalb des Förderprogramms EnEff:Stadt verfolgt die Bundesregierung deshalb mit dem Forschungsschwerpunkt EnEff:Campus neue Forschungsansätze für mehr Energieeffizienz auch in diesen städtischen Arealen.

So hat die Leuphana Universität Lüneburg bereits im Jahr 2002 den „Klimaneutralen Campus“ als Ziel beschlossen und sich ein Nachhaltigkeitsleitbild erarbeitet. Das Universitätsgelände wird seitdem städtebaulich und energetisch weiterentwickelt. Wichtiges Element ist dabei der Neubau des Zentralgebäudes. Die Sanierung des lokalen Nahwärmenetzes ist abgeschlossen, die Gebäudesanierung in vollem Gange. Weiteres Ziel ist es, die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen und dabei die Niedrigexergie-Heizsysteme des Neubaus und einen saisonalen Wärmespeicher einzubinden.

Für den Wirtschafts- und Wissenschaftscampus Berlin-Adlershof wurde in den Jahren 2011 – 2013 ein Konzept zur energieeffizienten Weiterentwicklung des Quartiers ausgearbeitet. Mit der Vernetzung von Energieströmen, der Erprobung eines Smart Grid und der Umsetzung einer Energieleitplanung wollen die im „Energienetz Berlin Adlershof“ vereinten Akteure die angestrebte Primärenergiebedarfssenkung um mindestens 30 % auch tatsächlich erreichen.

Beim Campus Melaten der RWTH Aachen und dem Areal des Forschungszentrums Jülich geht es um die Entwicklung dynamischer Simulationsmodelle für Gebäude und Fernwärmenetze, die die Thermodynamik der Wärmeversorgung beider Areale detailliert abbilden. Das Forschungsprojekt soll die Potenziale für ganzheitliche Energiekonzepte campusähnlicher Liegenschaften heben und an beiden Standorten schon kurzfristig den Gebäude-Primärenergiebedarf deutlich reduzieren.

Projektinfo 10/2015:
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