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Fazit

Das Konzept des Regionshaus Hannover hat sich bewährt. Entstanden ist ein kostengünstiges, energiesparendes und nachhaltiges Bauwerk, das über ein einfaches, aber effektives Energiekonzept verfügt. Die präzise Definition energetischer Ziele zu Beginn des Bauvorhabens und eine Qualitätssicherung, die das Projekt von der Vorplanung bis zum Betrieb begleitet, haben in Hannover zum Erfolg geführt. Die Realisierung als PPP macht es erforderlich, eine klare und vollständige Leistungsbeschreibung und eindeutige Performance-Ziele am Anfang des Projektes festzulegen. Nach dem Vertragsabschluss sind die Einflussmöglichkeiten sehr gering. Das Konzept PPP ist in Hannover aufgegangen. Die Baukosten des Gebäudes liegen verglichen mit dem Referenzwert BKI am unteren Level des mittleren Standards. Der Betrieb des Gebäudes ist sowohl energieeffizient als auch wirtschaftlich – dies soll durch die EnOB-Begleitforschung weiterhin vertiefend untersucht werden. Die Verbrauchswerte für Primärenergie liegen mit ca. 82 kWhPE/m² NGFa sogar unter den Planungswerten, so dass der energetische Standard des Förderprogramms EnOB um fast 20% unterschritten wurde. Das Gebäudemanagement wird von Mitarbeitern der Region übernommen.

Bemerkenswert ist, dass es bisher nicht notwendig war, die Büroräume zu kühlen. Dies liegt zum einen am maßvoll dimensionierten Fensteranteil der Fassade von nur 30% und zum anderen am effektiven Sonnenschutz. Dieser schließt sich grundsätzlich bei zu hohen Einstrahlungswerten. Ein nach Osten gerichteter Raum wird so am Vormittag vor Überhitzung geschützt, auch wenn der Mitarbeiter noch nicht am Arbeitsplatz ist. Ebenfalls spielen die Sommer 2007/08 eine Rolle, da diese keine längeren Hitzeperioden aufwiesen. Die Nutzer des Gebäudes sind mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Seit Ende des Jahres 2007 steht Ihnen ein Service-Portal im Intranet zur Verfügung. Dort können Wünsche und Beschwerden an das Gebäudemanagement gesendet werden. Die Nutzer können den Status ihrer aktuellen Eingaben jederzeit einsehen. In den ersten 1,5 Jahren wurden mehr als 600 Vorgänge zum Neubau zentral bearbeitet. Darüber hinaus wurde ein Nutzerhandbuch erstellt, das anschaulich die verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten der Haustechnik am Arbeitsplatz und im Regionssaal erläutert. Seit Januar 2009 trägt das Neue Regionshaus Hannover als eines der ersten Gebäude das Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen in Gold. Das Zertifikat für energieeffizientes Bauen basiert auf verschiedenen Themenfeldern, die die Nachhaltigkeit der Projekte ausweisen.

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Adressen

Bauphysik
BSI

Qualitätssicherung
energydesign braunschweig GmbH

Forschung/Evaluierung
FG-UPSY, Universität Magdeburg

Umweltpsychologie
TU Braunschweig, IGS

ENERGIEWENDEBAUEN
Projekte, Berichte, Nachrichten
und Analysen aus der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN

Literatur

Die Film-Dokumentation zum Gebäude kann unter www.building-performance.net
eingesehen werden.

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.