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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Panorama des innerstädtischen Zentralcampus Süd der TU Braunschweig. Für eine nachhaltige Campusentwicklung mit dem Ziel „Klimaneutralität bis 2050“ entwickelten Forscher einen integralen energetischen Masterplan.
© TU Braunschweig, IGS
Energieeffizienter Campus
Projektinfo 10/2015

Das Forumsgebäude auf dem Zentralcampus: Ein typischer Zweckbau aus der Zeit der Universitätsneugründungen ab Ende der 1960er Jahre, saniert 2014/15
© TU Braunschweig, IGS
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Uni-Campus soll klimaneutral werden

Für den Campus der Technischen Universität Braunschweig entwickelte ein interdisziplinäres Forschungsteam einen energetischen Masterplan. Verschiedene Szenarien für die Campusentwicklung bis 2020 wurden mit dem Ziel erstellt, den Primärenergieverbrauch um 40 % zu reduzieren und die Versorgung langfristig auf regenerative Energien umzustellen. Für die Sanierung und städtebauliche Entwicklung des Areals wurden Planungsgrundlagen entwickelt, die sich auf andere Stadtquartiere übertragen lassen.

In Größe und Struktur sind die vier Standorte des Campus der TU Braunschweig mit innerstädtischen Quartieren vergleichbar. Denn auf dem Gelände befindet sich eine Vielzahl von Gebäuden unterschiedlicher Nutzungen und Baualtersklassen: Vortragsräume, Bibliotheken, Mensen, Büros, Labore, Hallen- und Verwaltungsbauten etc. Im ersten Schritt wurde der Bestand von 145 Gebäuden dokumentiert und ihre baulichen und energetischen Kennwerte in einem Energie-Kataster abgebildet. Auf Basis einer Quartiers-Gebäudetypologie wählten die Forscher 19 geeignete Gebäude für eine detaillierte Bestandsaufnahme aus. Deren Ergebnisse lassen sich für die Hochrechnung auf den Gesamtcampus auf Gebäude des gleichen Typs übertragen.

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Ein großer Pluspunkt: Die TU Braunschweig verfügt über eine umfassende, zeitlich hochaufgelöste Erfassung der Gebäude-Energieverbräuche mit Zuordnung zu Flächen, Nutzungen sowie zur zukünftigen Bedarfsentwicklung. Ein zentral eingerichtetes Energiemanagementsystem ermöglicht die Überwachung und Steuerung der gebäudetechnischen Anlagen, die zum Großteil mithilfe von Gebäudeleittechnik in das System integriert sind. Durch die Montage von Zähl- und Messeinrichtungen ließen sich deshalb schnell und einfach Teilenergiekennwerte in den Gebäuden ermitteln. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Optimierung der Energieverbräuche. Diese werden im Rahmen der Forschungsinitiative „Energieeffiziente Betriebsoptimierung“ (EnBop) von verschiedenen Forschergruppen in einer Datenbank zentral erfasst und können somit auch in Campus-Projekten genutzt werden. Das Gebäudemanagement der TU Braunschweig unterstützt die Sanierungsmaßnahmen wie den Umbau der Energieversorgung auch in der jetzt anlaufenden Umsetzungsphase.

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