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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Abb. 1: Fassade des Capricornhauses in Düsseldorf: Kastenfenster mit integriertem Sonnenschutz, rote Glaspaneele mit integrierter Lüftungseinheit und Oberlicht
© TROX GmbH
Gutes Raumklima bei reduziertem Energieverbrauch
Projektinfo 13/2009
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Bürogebäude dezentral lüften und klimatisieren

Bei der Klimatisierung von Bürogebäuden gilt es, durch Einsatz einer möglichst energie- und kosteneffizienten Technik bestmögliche Raumluftqualität und Komfort am Arbeitsplatz zu verwirklichen. Dezentral statt zentral: Zunehmend wurden in den letzten Jahren Nichtwohngebäude mit dezentralen, außenwandintegrierten Lüftungssystemen ausgestattet, statt mit zentraler Heizungs- und Klimaanlage. Die Luft wird nicht mehr zentral zugeführt und konditioniert, sondern dezentral, am Gerät im jeweiligen Raum. Diese neuen Lüftungssysteme, integriert in Außenwand oder Fußboden, können individuell geregelt und somit genau auf betriebliche Erfordernisse sowie Wärme- und Komfortansprüche der Beschäftigten angepasst werden.

Wie sich die dezentralen Systeme in der Praxis bewähren und welche Effizienz- und Einspareffekte sie in unterschiedlichen Gebäuden bewirken – das herauszufinden, war Ziel eines Forschungsprojektes, in dem das Steinbeis Forschungszentrum Energie-, Gebäude- und Solartechnik 16 Gebäude mit dezentralen Lüftungsgeräten mit Blick auf thermischen Komfort und Energieverbrauch durchleuchtete. Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, der Heinz-Trox-Stiftung und der Forschungsvereinigung für Luft- und Trocknungstechnik (FLT) gefördert. Es fügt sich ein in den Forschungsbereich Energetische Betriebsoptimierung (EnBop), in dem innovative Nichtwohngebäude untersucht werden; Ziel ist es, den Gebäudebetrieb zu optimieren und beispielhaft Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die auch in anderen Gebäuden umsetzbar sind.

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Im Projekt untersuchten die Forscher zehn der sechzehn Gebäude anhand von Energiekosten-Abrechnungen und Flächenbilanzen genauer: sie erhoben allgemeine Informationen zu den Gebäuden und darüber, wie die dezentralen Lüftungsgeräte im Gebäude- und Energiekonzept integriert waren; außerdem erfragten sie in einer flankierenden Nutzer- und Betreiberbefragung die Einschätzungen der Betreiber über Zuverlässigkeit, Wartung und Betrieb der Geräte sowie die Rückmeldungen der Nutzer. Ziel war es, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die für andere Projekte von Bedeutung sind, insbesondere bezogen auf Energiebedarf, Kosten sowie komfort-relevante Kriterien wie Luftqualität, Zugluft, Akustik und Bedienung.

Projektinfo 13/2009:
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Adressen

Projektnehmer
STZ-EGS

Projektpartner
TU Braunschweig, IGS

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.