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Nicht nur optisch, sondern auch energetisch ein Gewinn: die neue Fassade.
© RKW Architektur, Foto: Carsten Conrad
Büroturm-Ensemble revitalisiert
Projektinfo 11/2008
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Gebäude sanieren - Bürohochhaus der sechziger Jahre

Bürogebäude der sechziger und siebziger Jahre sind oft in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß. Weder das äußere Erscheinungsbild noch der Arbeitsplatzkomfort entsprechen heutigen Anforderungen und Möglichkeiten. Auslöser für eine Sanierung sind häufig allerdings erst Bauschäden oder gesetzliche Auflagen. Stehen Baumaßnahmen an, sollte nicht allein Wert auf Äußerlichkeiten gelegt werden:

Eine grundlegende Modernisierung kann durch eine engagierte Planung optimale Lösungen für die energetische Qualität, den Nutzerkomfort und die Gestaltung miteinander vereinen. Ein Beispiel dafür bietet das Hauptgebäude der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. Das Büroturm-Ensemble entstand Ende der sechziger Jahre. Man sah den Gebäuden an, dass außer an der Haustechnik seitdem keine größeren Änderungen vorgenommen worden waren. Neue Auflagen zum Brandschutz machten eine Sanierung zwingend erforderlich. Der Bauherr wollte dabei von Anfang an nicht nur eine Verbesserung der gestalterischen und räumlichen Qualität erreichen, sondern im Rahmen einer integralen Planung auch ein Beispiel für seine Förderziele im Bereich Umwelt- und Klimaschutz setzen.

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Die wichtigsten Eckpfeiler des Energiekonzeptes sind eine innovative Fassade mit deutlich verbessertem winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz, Kälte- bzw. Wärmeerzeugung über Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, Belüftung und sommerliche Nachtlüftung über eine Abluftanlage, eine optimierte Tageslichtnutzung sowie eine präsenz und tageslichtabhängige Kunstlichtregelung. Im Zuge der Sanierung wurden auch der Innenraum umstrukturiert und alle Möglichkeiten für eine Erweiterung ausgeschöpft: Ein Gebäudeteil wurde um drei Etagen aufgestockt und im Erdgeschoss ein repräsentativer Eingangsbereich mit Sitzungs- und Veranstaltungsräumen geschaffen. Nach vierjähriger Bauzeit wurden die Räume ab Herbst 2006 wieder schrittweise bezogen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert im Rahmen seines Forschungsbereichs „Energetische Sanierung der Bausubstanz“ (EnSan) die detaillierte Erfassung und Auswertung von Messdaten des Projektes. Sie läuft seit Februar 2007, erste Rückschlüsse lassen sich bereits ziehen.

Projektinfo 11/2008:
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Adressen

Architektur / Generalplanung / Bauleitung
Architekturbüro RKW

Bauherr/ Projektadresse
KfW Bankengruppe

Energiekonzept/Simulation
ip5 GmbH

Monitoring und Evaluierung
KIT-fbta

Downloads

Adressen
(3 Seiten, 66 kB)

Monitoringbericht der TU Karlsruhe
(33 Seiten, 2,0 MB)

Links

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Forschungsförderung

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