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BOB Balanced Office Building in Aachen mit einer Nettogrundfläche von 2.151 m². Architektur: Hahn Helten Architekten (Aachen), Energiekonzept: VIKA Ingenieur GmbH (Aachen), Monitoring: Fachhochschule Köln.
© Jörg Hempel, Aachen

Grundriss 2. OG: Zu sehen sind die außen liegenden Büros, Besprechungsräume und die Kernzone. Markiert sind die Räume für die Haustechnik.
© Hahn Helten Architekten

Blick auf eine Geschossdecke mit den BKT-Rohrregistern in der Bewehrung und den weißen Lüftungsrohren.
© VIKA Ingenieur GmbH

Messtechnisch erfasste Endenergie- und Primärenergieverbrauchskennwerte für das Jahr 2005. Der Primärenergiefaktor für Netzstrom beträgt 3,0 kWhpri/kWhend (Quelle: DIN 4701-10:2003-08). Die Darstellung des Energieverbrauchs umfasst Lüftung, Beleuchtung, Sonstiges (Aufzug, Warmwasser) sowie die Erzeugung und Verteilung von Wärme und Kälte bis einschließlich der Hauptverteilerpumpe. Neben der Beleuchtung weist der Hilfsenergieeinsatz für die Gebäudebeheizung und -kühlung den größten Anteil am gesamten Endenergie- und Primärenergieverbrauch auf: Der anteilige Energiebedarf von Pumpen im Primär- und Sekundärkreis beträgt 23,6 kWh/m²a bzw. 29% des gesamten Primärenergieverbrauchs (2005). Daten: FH Köln
© Fraunhofer ISE, Freiburg

Energiekonzept
© BINE Informationsdienst
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Aus der Praxis: Bürogebäude in Aachen

Das viergeschossige Bürogebäude hat einen kompakten Baukörper in Massivbauweise und sehr gutem Wärmeschutz. Der Jahresheizwärmeverbrauch lag in 2005 bei 25,0 kWh/(m²a). Durch den niedrigen g-Wert der Verglasung von ca. 50% und einem Fensterflächenanteil von 30% wurde auf eine außen liegende Verschattung verzichtet. Es gibt einen innen liegenden Blendschutz. Das Bürogebäude wird mechanisch be- und entlüftet. Stockwerksweise arbeitet die Zu- und Abluftanlage mit einer Wärmerückgewinnung (Wärmerückgewinnungsgrad 75%). Die Zuluft wird nur über die Wärmerückgewinnung und die Tatsache, dass die Kanäle im Betonkern verlegt sind, temperiert.

Mit 28 Erdwärmesonden (je 45 m) wird im Winter dem Erdreich die benötigte Wärme entzogen und durch eine elektrische Kompressionswärmepumpe auf Nutztemperatur gebracht (26°C). Über die Betonkerntemperierung (insgesamt 2.070 m²) wird die Wärme in die Räume gebracht. Pro Etage gibt es zwei Regelkreise (Nord und Süd). Die Rohre sind mit einem Abstand von 12 cm von der Deckenunterseite verlegt. Das BKT-System wird ganzjährig mit einer Vorlauftemperatur zwischen 22 und 26°C betrieben. Auf den Betrieb zusätzlicher Heizflächen wird verzichtet. Im Sommer wird das Gebäude direkt über die Erdwärmesonden gekühlt. Für die Gebäudebeheizung und –kühlung wird ausschließlich der Endenergieträger Strom eingesetzt.

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