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Abb. 13: Ein Rotorblattmodell im Test.
© BMU

Abb. 14: Rotorblattherstellung
© Nordex 2007
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En passant: Leichtbau - Automation - Supraleitung

Besonders für die Wirtschaftlichkeit von Windenergie-Anlagen (WEA) ist das Gesamtgewicht und speziell die Turmkopfmasse ein wichtiger Faktor. Ein verstärkter Einsatz von Leichtbaukomponenten könnte dazu beitragen, Kosten zu verringern.

Leichtbaumaterialien, wie z. B. Glasfaserverstärkte (GFK) oder KohlefaserverstärkteKunststoffe (CFK), sind auch im Flugzeug- und Fahrzeugbau Thema. Bislang werden die Chancen, durch branchenübergreifende Zusammenarbeit Synergieeffekte zu eröffnen, von der Windindustrie noch nicht ausreichend genutzt. Die Tragflächen von Flugzeugen und die Rotorblätter von WEA weisen prinzipielle Gemeinsamkeiten auf. Allerdings müssen Tragflächen höheren Kräften standhalten, dafür sind Rotorblätter länger, wenn man die jeweils größten Maschinen vergleicht. Flugzeugbauer verfügen über langjährige Erfahrungen bei Einsatz der schwierig zu verarbeitenden CFK für Komponenten und Bauteile, der Verwendung von Sensoren zurMessung von Belastungen und der Automatisierung der Herstellungsprozesse.

Auch Komponenten mit Hochtemperatur-Supraleitern, eine Technologie, die mit ersten Pilotanwendungen für den Einsatz in Kraftwerken, Stromnetzen und Motoren derzeit auf den Markt kommt, könnten besonders für große WEA neue Perspektiven eröffnen. Ersetzt man die bisherigen Generatoren mit Permanentmagnet durch supraleitende Spulen, würde man die gleiche Leistung bei halber Größe und vermindertem Gewicht erreichen können. Außerdem würde sich der Verbrauch an Seltenen Erden vermindern, bei denen phasenweise erhebliche Lieferengpässe auf dem Weltmarkt bestehen. Bislang standen vor allem der Preis und die aufwendigere Fertigung einer breiten Markteinführung supraleitender Technologien entgegen.

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