.

Abb. 9: Wirkungsgrad von Modulen auf dem Markt.
© Willeke, Fraunhofer ISE. Daten: Photon
5 / 17

Wirkungsgrad von Industriemodulen

Die Wirkungsgrade handelsüblicher Module sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen; diese Entwicklung wird sich fortsetzen.

Kristalline Si-Module

Für die Übersicht wurden die Modulwirkungsgraddaten (total area efficiency) der auf dem deutschen Markt erhältlichen zertifizierten Photovoltaikmodule aus der Fachzeitschrift Photon ausgewertet. Daraus wurde der arithmetische Mittelwert aller Module einer Materialklasse für die Jahre 2003–2010 bestimmt. Der Trend ist signifikant: von 2003 bis 2010 wuchs der Wirkungsgrad- Mittelwert aller c-Si-Module von knapp 12% auf 13,5%. Der höchste Wirkungsgrad konnte von 15,2% (Sanyo, HIT Heterojunction-Technologie) im Jahr 2003 auf aktuell 19,3% (Sunpower, Backjunction-Technologie) verbessert werden, bei einem Zellwirkungsgrad von 22,4%. Zellergebnisse aus dem Juni 2010 mit bis zu 24,2% in der Pilotfertigung lassen in naher Zukunft Modulwirkungsgrade von über 20% erwarten. Basierend auf der selektiven Emitter-Technologie bietet nun auch die chinesische Firma Suntech ein Hocheffizienzmodul mit 16% an. Solarwatt produziert in Dresden das deutsche c-Si Modul mit dem höchsten Wirkungsgrad von 15%.

Dünnschicht-Module

Im gleichen Zeitraum stieg der höchste DS-Modulwirkungsgrad von 8,2 (Würth Solar, D, CIS-Technologie) auf 12,2% (Solibro, D, CIS-Technologie). DS-Marktführer ist mit einem Weltmarktanteil von 9% die US-Firma First Solar; sie erreicht bei der CdTe-Technologie die aktuell höchsten Modulwirkungsgrade von 11,1% (2003: Antec Solar, D, 6,9%). Bei den Siliziumbasierten DS-Modulen liegt derzeit die japanische Firma Sharp mit 9,8% vorn (2003: Kaneka, Japan, 6,9%). Da sehr viele Module aus amorphem Silizium niedrigere Wirkungsgrade haben, ist der rechnerische Mittelwert für DS-Modulwirkungsgrade lediglich von 5,5% in 2003 auf 6,7% in 2010 gestiegen. Bei allen Technologien ist der Trend zu höheren Wirkungsgraden in der industriellen Fertigung ungebrochen und wird weiter anhalten.

Merkzettel

Downloads

Liste der BMU-Forschungsvorhaben
(pdf, 3 Seiten, 402 kB)

Mehr von BINE

Recycling von Photovoltaik-Modulen
BINE Projektinfo 02/2010

Photovoltaik
BINE basisEnergie Nr. 03

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesen Projekten:

0325006A
0325043A
0325120A
0327625
0327650E
0327662A
0327693A
0329849A
0329866A