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Prof. Dr. Vladimir Dyakonov
© ZAE Bayern

Dr. Ing. E.h. Frank Asbeck
© SolarWorld AG
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Im Portrait: Der Forscher und der Unternehmer

Zwei Expertenmeinungen

Prof. Dr. Vladimir Dyakonov

Vorstandsvorsitzender des ZAE Bayern – Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V., Sprecher des Forschungsverbundes Erneuerbare Energien (FVEE)

“Die Bundesregierung betont in ihrem neuen Energiekonzept, dass der Umbau des Energiesystems notwendig ist und setzt sich sehr ambitionierte Ziele: Erneuerbare Energien sollen 60% des Endenergieverbrauchs abdecken – doch im Konzept spielt Photovoltaik keine bedeutende Rolle.

Für mich ist gerade die Photovoltaik Beispiel einer erfolgreichen Industriepolitik, von der Grundlagenforschung über Demonstrationsprojekte bis zur Markteinführung, entsprechend hat sich eine leistungsfähige PV-Industrie in Deutschland entwickelt. Eine kontinuierliche Markteinführungspolitik, insbesondere durch das EEG, hat dazu geführt, dass sich diese Technologie zu einem Jobmotor in Forschung, Industrie, Großhandel und installierendem Gewerbe entwickelt hat.

Obwohl mit solchen förderpolitischen Signalen die internationale technologische Spitzenstellung von Industrie und Forschung unter der wachsenden weltweiten Konkurrenz nicht zu erhalten ist, muss die gegenwärtige Innovationsdynamik durch eine deutliche Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Forschungsinstituten, Universitäten und Industrie verstärkt werden.”

Dr. Ing. E.h. Frank Asbeck

Gründer und Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG

„Die Photovoltaik ist Spitzenlaststrom und unverzichtbarer Baustein unserer zukünftigen Energieversorgung: unendlich, sauber und dezentral verfügbar. Spätestens zum Zeitpunkt der Netzparität wird jeder Hausbesitzer seinen Eigenstrom auf dem Dach selbst produzieren wollen. Und sich somit unabhängig vom Energieversorger machen. Aber er wird auch mündiger, denn er wird sich keine x-beliebige Solarstromanlage auf sein Dach schrauben, sondern Top-Qualität fordern.

Für uns als Hersteller kristalliner Solarprodukte und Premiummarke bedeutet das: Wir müssen unsere Kosten senken und weiterhin den Kunden nachhaltige, langlebige Qualitätsprodukte ohne Giftstoffe anbieten. Darum setzen wir uns für den Verzicht von Schwermetallen in der Solarstromtechnologie ein. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen für diese Umwelttechnologie stellen.

Bis zum Jahr 2030 kann der gesamte Haushaltsstrom der Bundesrepublik solar erzeugt werden. Aber nicht nur in Deutschland, sondern weltweit wird die solare Welt weiter wachsen.“

Merkzettel

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Liste der BMU-Forschungsvorhaben
(pdf, 3 Seiten, 402 kB)

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