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Grundriss des Wohnheims vor der Sanierung
© Bergische Universität Wuppertal

Grundriss des Wohnheims nach der Sanierung
© Bergische Universität Wuppertal

Ausgangszustand und realisierte Sanierung, Planungsdaten.
© Bergische Universität Wuppertal

Ausschnitt aus der neuen Fassade.
© Riehle, Köln
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Das Gebäude

Das ursprüngliche Wohnheim gliedert sich in zwei sternförmige Häuser mit jeweils ca. 300 Wohnplätzen. Die Gebäudeteile waren um ein zentrales, kaum belichtetes Treppenhaus gruppiert, das die Aussteifung des Gebäudes übernahm. Die komplette Erschließung erfolgte über einen Eingang. Neben der veralteten Haustechnik und der unzureichenden Wärmedämmung führten undichte Fugen zur Durchfeuchtung ganzer Bauteile.

Sanierung

Im Zuge der Sanierung wurde die marode Fassade entfernt, die als nichttragende Tafeln vor dem Rohbau hing. Lediglich die tragende Struktur der Appartements wurde beibehalten. Statt der 32 Personen umfassenden Wohngruppen entstehen größtenteils Einzelappartements mit Duschbad und Küchenzeile. Der hierfür benötigte Raum wird über eine Erweiterung der Raumtiefe des Rohbaus um ca. 2 m geschaffen (Abb 3). Das neue Wohnheim gewinnt somit gegenüber dem Altbau an Kompaktheit. Der Vorbau übernimmt gleichzeitig die Aussteifung des Gebäudes. Das Treppenhaus bzw. der Kernbereich wurde aus der Mitte des Gebäudes entfernt. So entstanden zwei separate Häuser. Das einfachverglaste Treppenhaus mit seinen Nebenräumen befindet sich außerhalb der thermischen Hülle. So ist es möglich, den Energieverbrauch stärker zu reduzieren.

Die strukturellen Veränderungen wurden sowohl für den 1. als auch für den 2. Bauabschnitt (BA) gleichermaßen ausgeführt – der Dämmstandard und die Heizungs- und Lüftungstechnik variieren jedoch: der 1. BA ist als Niedrigenergiehaus ausgeführt und der 2. BA in Anlehnung an das Passivhauskonzept geplant worden (Abb 4). Das Gebäude wurde komplett mit vorgefertigten Fassadenelementen in Holzrahmenbauweise mit Wärmedämmung aus Mineralfaser ausgeführt. Mehrere Fassadenelemente wurden zusammengefasst und auf der Baustelle an den vorgebauten Stahlbetonrahmen montiert. Große bodentiefe dreifachverglaste Passivhausfenster (2. BA) mit Holzrahmen führen zu einer angenehmen Aufenthaltsqualität in den Appartements und gliedern die Fassade.

Merkzettel

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

www.ensan.de

www.passiv.de

Downloads

Baubeschreibung
(ACMS, Uni Wuppertal,
5 S., 206 kB)

Hinweis

Dieses Projektinfo ist derzeit vergriffen, als PDF-Download jedoch verfügbar