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Dipl.-Ing. Michael Guigas
© EGS-plan

Dipl.-Ing. Dierk Schneider
© GBH Mieterservice Vahrenheide GmbH
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Im Portrait

Der Planer und der Betreiber – zwei Expertenmeinungen

Dipl.-Ing. Michael Guigas

Mitarbeiter bei der Ingenieurgesellschaft EGS-plan und Steinbeis-Transferzentrum EGS mit Schwerpunkt Planung im Bereich solarer Nahwärme.

Fast immer entscheidet die Wirtschaftlichkeit über die Realisierung von Großanlagen. Amortisationszeiten länger als zehn Jahre und hohe Anfangsinvestitionen führen oft dazu, dass Anlagen nicht umgesetzt werden. Nur durch die sorgfältige Planung der Gesamtanlage zur Wärmeversorgung lassen sich Systemkosten von unter 500 € pro m² Kollektorfläche erreichen. Entscheidend ist dabei, dass Planungsschnittstellen minimiert werden und die Integration der Kollektorflächen bei der Gebäudeplanung frühzeitig berücksichtigt wird. Diese Anlagen sind mit Berücksichtigung von Förderung heute schon wirtschaftlich gegenüber der Versorgung mit Gas oder Öl. Kostengünstig ist die Integration der Kollektorflächen in geneigte Dachflächen, da Kosten für die eingesparte Dachhaut entfallen. Die Aufständerung der Kollektoren auf Flachdächern verteuert die Anlagen um 20 bis 30%. Auch für Großanlagen stehen mittlerweile standardisierte Anlagenkonzepte zur Verfügung. Grundsätzlich gilt immer: Die Anlagenhydraulik so einfach wie möglich aufbauen und eine Minimierung der Systemtemperaturen anstreben.

Dipl.-Ing. Dierk Schneider

Prokurist und Bereichsleiter Wärmecontracting bei der GBH Mieterservice Vahrenheide GmbH (MSV), Hannover.

Eine kostengünstige und CO2- neutrale Wärmeversorgung in der Wohnungswirtschaft ist durch Solarthermie und Holzpellets realisierbar. Mit dem Wärmecontracting der MSV lassen sich solarthermische Anlagen in die Finanzierungsstrukturen der Wohnungswirtschaft einbinden. Der wirtschaftliche Betrieb von solarthermischen Anlagen im norddeutschen Raum ist möglich. Dies belegen die Betriebserfahrungen und die erzielten Solargewinne verschiedener Projekte in Hannover. Die Ergebnisse haben die Planungen bestätigt und ermutigen zu weiteren Projekten. Unser besonderes Anliegen ist es, Solarthermieanlagen auf den Dächern ganz bewusst architektonisch ansprechend zu präsentieren. Beispielsweise sind die Kollektoren der Solaranlage in der Magdeburger Straße in Hannover durch die aufgeständerte Bauweise weithin sichtbar und ergänzen die Architektur des Gebäudes. Mit einem Display am Dach des Gebäudes sowie einer Schautafel am Gehweg werden unsere erreichten Ziele, wie Solargewinn und CO2- Reduzierung dargestellt, um das Interesse an klima- und ressourcenschonenden Technologien den Bewohnern im Stadtteil nahezubringen.

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