Ausblick
Die solare Trinkwassererwärmung in Großanlagen ist heute Stand der Technik. Sorgfältig geplante Anlagen können bei den weiter steigenden Energiepreisen auch wirtschaftlich mit konventionellen Systemen konkurrieren. Noch höhere Brennstoffeinsparung als die solare Warmwasserbereitung erzielt die kombinierte Erzeugung von Warmwasser und Heizungswärme. Demonstrationsanlagen belegen, dass optimierte Kombianlagen in Wohngebäuden, Krankenhäusern, Wohnheimen, Hotels, Pensionen, Sport und Freizeiteinrichtungen einen wesentlichen Beitrag zur Wärmeversorgung liefern.
Das Bundesumweltministerium setzt mit dem Förderprogramm Solarthermie2000plus einen Forschungsschwerpunkt bei großen Kombianlagen sowie bei solar unterstützten Wärmenetzen, bei der solaren Kühlung und bei solaren Prozesswärmesystemen. In allen Einsatzbereichen werden die Kosten für die eingesparte Endenergie weiter sinken, wenn preiswertere, effizientere Systemkomponenten mit verlängerter Lebensdauer auf den Markt kommen. Die Degression der Systemkosten und höhere Preise für fossile Energie haben zu günstigeren Rahmenbedingungen für große Solaranlagen geführt.
Ergänzend haben sich auch die Förderbedingungen entscheidend verbessert: Das Marktanreizprogramm (MAP) der Bundesregierung wurde aufgestockt, das Antragsverfahren vereinfacht und die Förderbedingungen für große Anlagen verbessert. Attraktive Konditionen bieten auch die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Nicht zuletzt setzt auch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG, das Anfang 2009 in Kraft treten wird, neue Impulse. Es verpflichtet ab 2009 zum Einsatz von Erneuerbaren Energien beim Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden.
Die Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Baupraxis steht und fällt mit den Akteuren auf dem Markt. Planer und Handwerker werden sich nur dann den neuen Aufgaben öffnen, wenn sie sich durch entsprechende Veröffentlichung und auch durch Schulungsmaßnahmen genügend darauf vorbereitet fühlen. Eine Öffentlichkeitskampagne soll hierzu einen Beitrag leisten und die Technik zielgruppenspezifisch einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Architekten, Planer und Installateure werden über Fachartikel, Planungshilfen und Informationsbroschüren angesprochen. Zur Unterstützung von Planern und Bauherren werden Kompetenzzentren eingerichtet. Ein Internetportal, Online-Beratungswerkzeuge sowie eine Technik- und Investoren-Hotline ergänzen das Angebot.
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