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Rehaklinik: Ansicht
© Xtoday-Media Verlag; TU Ilmenau

Rehaklinik: Ansicht.
© Xtoday-Media Verlag; TU Ilmenau

Rehaklinik: Schaltschema.
© Grafik: BINE Informationsdienst

Kenndaten Solaranlage
© Grafik: BINE Informationsdienst

Entwicklung der Solarerträge und Nutzwärmekosten
© Grafik: BINE Informationsdienst
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Aus der Praxis

Rehaklinik in Bad Frankenhausen

Die Solaranlage der Rehaklinik ist die erste im Rahmen des BMUFörderprogramms „Solarthermie2000" errichtete Anlage, in der solare Wärme neben der Brauchwassererwärmung auch zur Erwärmung der Zuluft von Patientenzimmer-Sanitärzellen sowie von zwei Bewegungs-Wasserbecken genutzt wird. Der im März 2000 eingeweihte Gebäudekomplex besteht aus 4 dreigeschossigen Hauptgebäuden mit insgesamt 196 Patientenzimmern. Die Dachflächen der beiden inneren Gebäudeteile sind komplett mit dachintegrierten Großkollektoren belegt.

Wärmeversorgung

Zwei Gas-Brennwertkessel mit je 860 kW Leistung sorgen für die Warmwasserbereitung und Heizung. Flachkollektoren auf den zwei Dachflächen des Hauptgebäudes unterstützen das konventionelle System. Die beiden solaren Teilsysteme versorgen die jeweiligen Lüftungsanlagen der Naßzellen mit Wärme. Die Lufterwärmung der Nasszellen übernimmt eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung aus der Abluft. Zur Nachheizung ist sowohl das konventionelle Heizsystem als auch das Solarsystem über zwei zusätzlich installierte Wärmetauscher eingebunden. Für die Schwimmbad- und Trinkwassererwärmung wird die Wärme der Solarfelder in einem gemeinsamen Pufferspeicher zusammengeführt.

Einmal täglich wird ein Teil des Schwimmbadwassers ausgetauscht. Die Wärme des Abwassers dient dabei über eine Wärmerückgewinnungsanlage mit Wärmepumpe der Trinkwasservorerwärmung.

Betriebserfahrungen

Seit Beginn des Messprogramms im April 2004 führten Optimierungsmaßnahmen
dazu, dass die Anlage mit jedem Jahr einen höheren Ertrag erreichte. Insgesamt erbrachte die Anlage während der vierjährigen Begleitforschung einen Gesamtsolarertrag von 914.024 kWh. Im Frühjahr 2008 mussten aufgrund baulicher Mängel die Dachflächen der beiden Solardächer im Rahmen der Gewährleistung komplett neu eingedeckt und ca. 48% der Kollektoren ausgetauscht werden. Damit war die Anlage in 2008 ca. 4 Monate außer Betrieb. Während der Reparaturphase konnte zeitweise nur mit der halben Kollektorfläche Solarertrag erbracht werden. Daher soll ein abschließendesMessjahr mit Fertigstellung der Anlage im vierten Quartal 2008 beginnen.

Trotz der Ausführungsfehler bei den Kollektorfeldern konnte demonstriert werden, dass die sorgfältig vermessene und optimierte Solaranlage eine wirtschaftliche und technisch ausgereifte Ergänzung zur konventionellen Wärmeversorgung darstellt. Mit dem erreichten solaren Deckungsanteil und mittlerweile sehr guten solaren Ertragswerten kann das Demonstrationsprojekt zu einer breiteren Anwendung der Technologie beitragen.

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