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Themeninfos  – Energieforschung kompakt

Kurzcharakteristik lesen

1: Energieeffiziente Wohngebäude ermöglichen ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum
© Dr. Schulze- Darup, Nürnberg; Fam. Marx
Wohnen - besser und komfortabler als die EnEV vorschreibt
Themeninfo II/2003

2: Schema der Maßnahmen.
© Dr. Schulze- Darup, Nürnberg
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Energieeffiziente Einfamilienhäuser mit Komfort

Energieeffizientes Bauen hat sich in den letzten zwanzig Jahren durchgesetzt. Die Niedrigenergiebauweise ist Ziel der Energieeinsparverordnung (EnEV), die am 1. Februar 2002 die Wärmeschutzverordnung 95 (WSVO 95) abgelöst hat. Die Weiterentwicklung des Energie sparenden Bauens ist damit nicht beendet. In der Folge wurden verschiedene Hauskonzepte bis hin zur Passivbauweise entwickelt und umgesetzt. Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle und innovative Glas- und Fenstertechnik schaffen ein komfortables Raumklima. Die Gebäudetechnik dient nur zur Restwärmebereitstellung und nutzt zunehmend regenerative Energieträger.

Der spezifische Heizwärmebedarf für Wohngebäude wurde um den Faktor 10 gesenkt: von Bestandsgebäuden mit einem Heizwärmebedarf von 200 bis 300 kWh/(m²a) konnte durch die drei Wärmeschutzverordnungen seit Ende der 70er Jahre eine Reduktion auf etwa 100 kWh/(m²a) bis zur WSVO 95 erreicht werden. Die Niedrigenergiebauweise erreicht bereits seit längerem die Halbierung dieses Wertes, durch die Energieeinsparverordnung wird dieser Standard angestrebt. Passivhäuser etablieren sich seit 1992 mit einem Wert unter 15 kWh/(m²a). Durch die EnEV wird in sinnvoller Weise das Gesamtkonzept Haus inklusive der Gebäudetechnik betrachtet. Der primärenergetisch bezogene Jahresheizwärmebedarf inklusive Trinkwassererwärmung ist die neue Anforderungsgröße.

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Neben den Entwurfskriterien passiver Solararchitektur sind es vor allem folgende Komponenten, die solch eine durchgreifende Entwicklung möglich gemacht haben. Hierzu gehören die hochwärmedämmende Ausführung der opaken Transmissionsflächen, Fenster mit Dreischeiben- Wärmeschutzverglasung und gedämmten Rahmen, eine wärmebrückenminimierte sowie luft- und winddichte Gebäudehülle, effiziente Lüftungstechnik mit hoher Wärmerückgewinnung, Gebäudetechnik mit niedrigen Aufwandszahlen in Verbindung mit der Nutzung regenerativer Energien.

Im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) wurden in den letzten 20 Jahren Gebäudekomponenten entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft. Neben einer effizienten Haustechnik wurden komplette Hauskonzepte untersucht, die mit nur einem geringen Heizenergiebedarf ein angenehmes Raumklima während des ganzen Jahres erreichen.

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