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Abb. 20: Beispiel aus dem Monitoring-Programm von VIP-PROVE.
© ZAE Bayern

Abb. 20b: Beispiel aus dem Monitoring-Programm von VIP-PROVE.
© ZAE Bayern

Abb. 20c: Beispiel aus dem Monitoring-Programm von VIP-PROVE.
© ZAE Bayern

Abb. 21: Einsatzgebiete (blau) sind beispielsweise Fassade (innen und außen), Brüstungen, Fußböden, Decken, Dachterassen oder Loggien.
© FHNW

Abb. 22: VIP ermöglichen die nachträgliche Dämmung von Fußböden bei geringen Bauhöhen.
© Fraunhofer IBP
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VIP-Projekte im Monitoring – das Forschungsprojekt VIP-PROVE

Dem Reiz hocheffizienter, schlanker Dämmungen auf Basis von VIP stand und steht ein tiefes Misstrauen entgegen: Bleibt die Vakuumhülle bei der Verarbeitung in der baulichen Praxis tatsächlich unversehrt? Ist die Qualität des Vakuums in den Paneelen von Dauer? Ziel des Projekts VIP-PROVE war deshalb, das Vertrauen in die VIP-Technologie zu stärken. Das Projekt umfasste nicht nur das Monitoring bestehender, überwiegend kommerziell mit VIP realisierter Objekte, sondern auch die Erarbeitung von Unterlagen für die Aus- und Weiterbildung von Fachplanern, Architekten und Handwerkern sowie eine verstärkte Informationsaufbereitung und Informationsverbreitung, speziell über www.vip-bau.de.

Das Monitoring von 26 Objekten zeigte, dass durchschnittlich etwa 12% der Fläche mit großer Wahrscheinlichkeit belüftet sind – ein zunächst ernüchterndes Ergebnis. Nimmt man jedoch drei Objekte, bei denen etwas grundsätzlich misslungen sein muss, aus dieser statistischen Auswertung heraus, so liegt der Anteil auffälliger Paneele unter 5%. In Anbetracht der Tatsache, dass bei der Mehrzahl der Objekte Planer und Ausführende erstmals Kontakt mit dieser ungewöhnlichen Dämmtechnik hatten, eine Quote, die in Zukunft bei entsprechender Sorgfalt deutlich unterschritten werden dürfte. Besonders positiv zu werten ist die Tatsache, dass auch bei den wiederholt durchgeführten Untersuchungen keine außergewöhnlichen Ausfallerscheinungen mit der Zeit, durch welche Einflussgrößen auch immer, festgestellt wurden. Selbst in Anwendungen, bei denen die VIP inzwischen mehr als 10 Jahre im Einsatz sind, blieb es bei den von Anfang an als „wahrscheinlich belüftet“ eingestuften Paneelen.

Kritisch scheint daher insbesondere die Verarbeitung auf der Baustelle zu sein. Sind die VIP erst einmal installiert, so bleibt die hohe Dämmwirkung zuverlässig über viele Jahre erhalten. Das lassen vorangegangene umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen und die Erfahrungen aus den ersten Test- und Demonstrationsvorhaben erwarten.

Problemlöser Vakuumdämmung

VIP sind derzeit wesentlich teurer als konventionelle Dämmstoffe mit gleichem U-Wert. Für 2 cm starke VIP sind Kosten in der Größenordnung zwischen 50 und 100 €/m² zu veranschlagen. Dazu erfordern Planung, Einbau und Qualitätssicherung einen erhöhten Aufwand. Der Einsatz lohnt sich also insbesondere:

  • wenn für eine konventionelle Dämmung kein ausreichender Raum zur Verfügung steht, z. B. bei Bestandsbauten an öffentlichen Gehwegen, an Kellerdecken;
  • wenn der Einsatz der schlanken VIP aufwendige Zusatzmaßnahmen einspart, wie z. B. das Versetzen von Tür- und Fensterstürzen, bei Dämmung von Dachterrassen oder Bodenplatten;
  • um bei festgelegtem U-Wert aus einer vorgegebenen Grundfläche möglichst viel Nutzfläche zu erzielen, z. B. in Ballungsgebieten mit hohen Grundstückspreisen, auf kleinen oder ungünstig geschnittenen Baugrundstücken;
  • aus gestalterischen Gesichtspunkten, z. B. um geometrische Proportionen bei der Sanierung zu erhalten, bei Dachgauben, bei geschlossenen Elementen in Pfosten-Riegel-Konstruktionen sowie im Denkmalschutz.

Merkzettel

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