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Abb. 36: Muster eines asiatischen Vakuumisolierglases.
© ZAE Bayern
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Vakuumglas auf dem Markt

Die Unternehmen Nippon Sheet Glass Co. (Japan) und Qingdao Hengda Industry Co. (China) bieten bereits VIG im Zweischeibenaufbau mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von etwa 1,1 W/(m²K) für den asiatischen Markt an. Die relativ hohen Wärmedurchgangskoeffizienten sind durch den starren Randverbund aus Glaslot bedingt. Wäre die Dämmwirkung besser, würden die thermischen Spannungen zu einem Versagen des Randverbundes führen.

Durch den Zweischeibenaufbau besitzen die asiatischen Systeme ein geringes Gewicht und sind mit 10 mm sehr schlank. Die Stützen sind kaum sichtbar. Allerdings macht das von den Herstellern gewählte Fertigungssystem einen Evakuierstutzen im Sichtbereich notwendig. Mit 50 bis 80 €/m² (ab Werk) liegen die Preise etwas über denen konventioneller Wärmeschutzverglasungen mit vergleichbaren Ug-Werten. Die Ug-Werte der asiatischen VIG sind in Europa auch mit kommerziellen Wärmeschutzverglasungen erreichbar, allerdings bei deutlich dickerem, aber üblichem Scheibenaufbau. Für den asiatischen Markt ist die geringere Systemdicke ein Verkaufsargument: Das Vakuumisolierglas kann dort in vorhandenen Rahmen die verbreitete Einscheibenverglasung ersetzen. Auch der deutsche Hersteller Velux bietet seit geraumer Zeit eine 24 mm dicke Vakuum-Energiespar-Scheibe mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) an, bei der ein VIG in einem Zweischeibenaufbau realisiert ist.

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