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Abb. 31: Nur geschultes Personal darf die Vakuumpaneele einbauen.
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Abb. 32: Die Qualitätssicherung und –kontrolle auf der Baustelle spielt eine wichtige Rolle bei der Verwendung von VIP.
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Abb. 33a: Die Anordnung der VIP zwischen Holzlatten ermöglicht eine relativ einfache Montage und eine optische und haptische Kontrolle bis zur Verkleidung
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Abb. 33b: Die Anordnung der VIP zwischen Holzlatten ermöglicht eine relativ einfache Montage und eine optische und haptische Kontrolle bis zur Verkleidung
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Mit Vakuumdämmung bauen

Eine Vakuumdämmung muss schon in der Planungsphase exakt durchdacht und detailliert werden. Es gilt, nicht nur bauphysikalische Aspekte zu beachten, sondern auch die erforderlichen Plattenmaße abzustimmen und einen Verlegeplan zu erstellen. Auf der Baustelle muss der Einsatz der empfindlichen VIP vom Transport über die Lagerung bis hin zum Einbau genau geplant und mit den anderen am Bau beteiligten Gewerken abgestimmt werden.

Um zu entscheiden, ob und in welchen Bereichen sich Vakuumisolationspaneele für ein Bauvorhaben eignen, müssen sich Bauherr und alle Planungsbeteiligten über die Eigenschaften und Besonderheiten von VIP bewußt sein. VIPHersteller bzw. -Lieferanten sollten so früh wie möglich in den Planungsprozess eingebunden werden. Liegt für die geplante Anwendung noch keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vor, so ist für die Verwendung der VIP eine Zustimmung im Einzelfall zu beantragen. Dies benötigt ausreichend Vorlauf.

Bemessungswert, Wärmebrücken und Dampfdiffusion

Der in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung festgelegte, von dem Planer zu verwendende Bemessungswert für die Wärmeleitfähigkeit berücksichtigt neben der Alterung auch bereits den Wärmebrückeneffekt stumpf gestoßener VIP. Eine geringe „Ausfallquote“ belüfteter VIP ist ebenfalls eingerechnet. Die Wärmebrückeneffekte von Ankern oder Befestigungselementen, die nur im Stoßbereich zwischen zwei Paneelen angebracht werden können, sind speziell und gesondert zu betrachten. Eine zweilagige, versetzte Verlegung der VIP-Dämmplatten oder die Überdämmung mit einer wenige Zentimeter dünnen Schicht konventionellen Dämmmaterials helfen, einen erhöhten Wärmeabfluss im Bereich eventueller Lücken im Stoßbereich der Paneele zu reduzieren.

Die Vakuumdämmung ist im Vergleich zu üblichen Baustoffen außerordentlich dampfdiffusionsdicht und daher unter hygrischen Gesichtspunkten im Allgemeinen weniger kritisch als konventionelle Wärmedämmlösungen. Im Zweifelsfall sollten Fachleute den geplanten konstruktiven Aufbau mit Hilfe bauphysikalischer Simulationsprogramme (z. B. WUFI, DELPHIN) analysieren und bewerten.

Kontrolle und Austauschbarkeit belüfteter VIP

Belüftete Paneele lassen sich nicht reparieren, weisen aber immer noch eine doppelt so gute Dämmwirkung auf wie konventionelles Dämmmaterial gleicher Stärke. Entsprechend den Vorgaben der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung sind Konstruktionen so auszulegen, dass selbst wenn alle Paneele belüftet sein sollten, immer noch der Mindestwärmeschutz gegeben ist, um Schimmelpilzbildung vorzubeugen. Um eine hohe Qualität der Vakuumdämmlösung sicher zu stellen, sind die Paneele vor Einbau sowie nach Montage visuell und haptisch auf Belüftung zu überprüfen. Wenn bei geschickter Planung Paneele nur in wenigen unterschiedlichen Größen, eventuell sogar Standardabmessungen, zum Einsatz kommen, ist es leicht, eventuell auffällige VIP durch Paneele entsprechender Größe zu ersetzen. Andernfalls verzögert die Nachfertigung und -lieferung den Bauablauf. Da der Austausch defekter Paneele nach Fertigstellung des Dämmaufbaus meist schwierig sein dürfte, ist bei der Verarbeitung besondere Sorgfalt erforderlich.

Stücklisten und Verlegepläne

Da VIP nicht vor Ort in der Größe anzupassen sind, muss die Ausführungsplanung auf feste Plattenmaße abgestimmt werden. Wenige unterschiedliche Paneelgrößen erleichtern die Abwicklung. Stücklisten und Verlegepläne müssen frühzeitig und in enger Zusammenarbeit zwischen Planer und VIP-Lieferant erarbeitet werden. Die Verlegepläne müssen nach einem exakten Aufmaß vor Ort unter Berücksichtigung der Fertigungstoleranzen der Paneele von etwa 2 bis 3 mm erstellt werden. Alle Durchdringungen und Befestigungspunkte sind bereits in dieser Phase in Abstimmung mit den beteiligten Gewerken exakt festzulegen. Eventuell erfordern sie VIP-Sonderanfertigungen.

VIP auf der Baustelle

Beim Transport, der Lagerung und der Montage ist das Risiko hoch, die VIP-Hülle zu beschädigen – vor allem an Ecken und Kanten. Herumliegende Nägel, überstehende Grate an der Unterkonstruktion, Steine oder Sandkörner, aber auch schon ein Stoß gegen eine Ecke können die Vakuumhülle verletzen und damit zu einer Belüftung des VIP führen. Auf der Baustelle sind deshalb beispielsweise entsprechend gekennzeichnete, ausreichend sichere Lagerflächen bereit zu stellen. In der Konstruktion können Unter- und Deckschichten aus einem weichen flexiblen Material, z. B. nur wenige Milli- oder Zentimeter dünnem Polystyrolschaum, das Beschädigungsrisiko erheblich reduzieren. Der Umgang mit VIP erfordert also ein hohes Maß an Sorgfalt – und geschultes Personal. Die Schulung muss gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung durch den VIP-Hersteller erfolgen. VIP-Hersteller und spezialisierte Meisterbetriebe haben sich dafür zu Netzwerken zusammengeschlossen.

Randbedingungen für den Einbau

Grundsätzlich muss für den Einsatz von VIP die Verträglichkeit mit den übrigen verwendeten Baumaterialien sichergestellt werden. Verschiedene Kleber oder ein alkalischer Untergrund, wie z. B. bei frischem Beton, haben sich in der Vergangenheit als kritisch erwiesen.

Nutzerinformation

Werden VIP nicht beschädigungssicher eingebaut, sollten Mieter, Eigentümer und Handwerker informiert und, z. B. mit einem Warnaufkleber, auf den empfindlichen Inhalt der Baukonstruktion aufmerksam gemacht werden.

Qualitätscheck

  • Bei jeder Lieferung sind die VIP-Elemente durch eine Sichtkontrolle zu überprüfen. Die Hochbarrierefolie muss den Stützkern eng umschließen.
  • Die VIP-Elemente dürfen nicht mechanisch durch Sägen, Schneiden oder Bohren beschädigt werden.
  • Der Untergrund für die Verlegung der VIP-Elemente muss eben sein und darf keine Kanten und Grate aufweisen.
  • Es muss ein ausreichender Schutz der VIP-Elemente vor Beschädigung auch während der Nutzungsphase gewährleistet sein, z. B. durch das Anbringen einer Vorsatzschale.

Wärmebrücken gewinnen an Bedeutung

Bei Hochleistungsdämmungen fallen Wärmebrücken grundsätzlich stärker ins Gewicht: Das Problem verschärft sich etwa in dem gleichen Maße, wie mit dem Einsatz von VIP die Dicke der Dämmschicht verringert werden kann (Faktor 5 bis 10). Selbst ruhende Luft oder konventionelles Dämmmaterial stellen im Vergleich zu einem Vakuumdämmpaneel eine Wärmebrücke dar. Im Bereich von Befestigungen und Anschlüssen lässt sich ein erhöhter Wärmedurchgang nicht vermeiden. Der effektive, über die Fläche gemittelte Wärmedurchgangswert (U-Wert) von Wärmedämmungen mit VIP ist deshalb meist höher anzusetzen, als für die VIP alleine.

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