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Einbauvarianten von Vakuumdämmung
Vakuumisolationspaneele sind in verschiedenen Standardformaten auf dem Markt. Größen nach einem Baukasten-System sollen helfen, den Planungsaufwand zu reduzieren und Sonderanfertigungen zu vermeiden. Sonderformate oder Passstücke, beispielsweise mit Aussparungen für Halteelemente, Anker oder Ähnliches, sind teurer und benötigen Vorlauf bei der Produktion.
Für das Bauwesen werden VIP unkaschiert, kaschiert oder in Fertigteile integriert angeboten. Es ist zu erwarten, dass vermehrt Bauprodukte und -systeme mit integrierten VIP auf den Markt kommen.
Ungeschützte VIP
Reine Vakuumisolationspaneele verschiedener Hersteller haben sich schon seit einem Jahrzehnt im Baubetrieb bewährt. Für ihren Einsatz spricht neben der schlanken Form, dass sie sich mindestens bis zum Einbau gut kontrollieren lassen. Bei entsprechender Planung können einzelne Paneele im Falle ihres Versagens ausgetauscht werden. Defekte VIP lassen sich einfach recyceln oder sortenrein entsorgen. Der große Nachteil: die Paneele sind für den rauen Baualltag ungewohnt empfindlich und bedürfen eines professionellen Bauteams.
Kaschierte VIP
Um die Paneele robuster zu gestalten und/oder um sie bestimmten Anwendungsbereichen anzupassen, bekleben einige Hersteller die VIP von vornherein beidseitig. Das Material für die Kaschierung reicht von konventionellen Dämmstoffen ähnlich einem WDVS für die Aussendämmung, über Holz- oder Hartkunststoffplatten für den Innenausbau bis zu zusätzlichen Gummilagen für eine zusätzliche Trittschalldämmung bei der Fußbodenanwendung.
Kaschierte VIP gewährleisten einen vergleichsweise guten mechanischen Schutz und lassen sich, sofern sie auch im Randbereich kaschiert sind, in gewissen Grenzen vor Ort in der Größe anpassen. Die zusätzliche Schicht macht das Element natürlich auch wieder dicker. Sie erschwert außerdem eine Kontrolle der Elemente.
In Bauteile integrierte VIP
Vorgefertigte Bauteile mit Vakuumdämmung für Fassade und Dach werden als Holzsandwich-Konstruktionen, Betonfertigteile oder Elemente nach dem Isolierglasprinzip angeboten. Auf dem Markt sind außerdem Einzelbauteile, wie Türen, Fensterstürze oder Rollladenkästen. In solchen Fertigteilen werden die empfindlichen VIP mit hoher Maßgenauigkeit und unter kontrollierten Bedingungen im Werk eingebaut. Hierdurch ist die Gefahr einer Beschädigung erheblich reduziert. Bei entsprechender Planung entfallen teurere Passstücke und Toleranzzonen, die vor Ort mit konventionellem Dämmstoff ausgefüllt werden müssten. Der Reiz der Fertigteile besteht außerdem in ihrer Schlankheit und Leichtigkeit. In Pfosten-Riegel-Konstruktionen lassen sich so transparente und opake, hochwärmedämmende Elemente mit gleicher Bauteildicke in einem einheitlichen Montage- und Befestigungssystem kombinieren.
Bei Fertigteilen kann das Vakuum der eingebauten VIP mit den gegenwärtig verfügbaren Verfahren nicht mehr überprüft werden, weil hierfür ein freier Zugang zur Oberfläche der VIP-Folie erforderlich ist.
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