Ausblick
Die Vakuumdämmtechnik für den Baubereich wurde in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Zunehmend erhielten Produkte für unterschiedliche Einsatzbereiche allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen. Bisherige Bau- und Sanierungsvorhaben zeigen, dass eine Vakuumdämmung vor allem für hocheffiziente Neubauten, als Problemlöser speziell bei Altbauten oder aber unter dem Gesichtspunkt architektonischer Gestaltungsmöglichkeiten interessant ist. Doch der Einsatz der empfindlichen, maßgefertigten Elemente verlangt besondere Sorgfalt bei der Planung wie auch der Verarbeitung auf der Baustelle. Im Kontext dieser hocheffizienten Dämmtechnik kommt der Vermeidung von Wärmebrücken eine noch stärkere Bedeutung zu, als dies bei der konventionellen Dämmtechnik ohnehin schon der Fall ist. Standardisierte Lösungen, wie die Integration von VIP in vorgefertigte Sandwich-Elemente oder in Ummantelungen aus konventionellem Dämmschaum, sind Möglichkeiten, den VIP zusätzlichen Schutz zu bieten, aber auch der Wärmebrückenproblematik zu begegnen.
Vakuumisolationspaneele sind noch relativ teuer. Die Kosten des Füllmaterials, der besonders fein strukturierten pyrogenen Kieselsäure, bestimmen dabei den Preis im Wesentlichen. Für den Einsatz kostengünstigerer Alternativen sind jedoch noch dichtere Vakuumhüllen erforderlich. Ein denkbarer Ansatz ist die Weiterentwicklung der aktuell verwendeten, speziellen Kunststoffhochbarrierelaminate. Ein anderer Ansatz besteht darin, Materialien, die von Natur aus deutlich gasdichter sind und die ohnehin im Bauteil verwendet werden, als Teil der Vakuumhülle zu nutzen (Glas- oder Metalldeckflächen). Neue Hüllkonzepte bieten nicht nur die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren, sondern lassen auch mechanisch weniger empfindliche Produkte erwarten.
Auch die Perspektiven für die Vakuumverglasung sind gut, sobald die in der Forschung entwickelten Produkte marktreif und nachgewiesen dauerhaft sind: Bei Kosten vergleichbar zur Dreifachverglasung, werden diese vermutlich allein aufgrund des Gewichtsvorteils und der Möglichkeit, weniger aufwendige energieeffiziente Fensterrahmen einsetzen zu können, die Dreifachverglasung ersetzten.
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