Aus der Praxis II: Neubau Wohn- und Geschäftshaus
Das Wohn- und Geschäftshaus in München ist das erste größere Gebäude, das vollständig mit VIP gedämmt wurde. Hauptmotivation für den Einsatz von VIP war der wirtschaftliche Vorteil durch den Flächengewinn aufgrund der schlanken Fassaden. Aber auch die erhöhten solaren Gewinne und der verbesserte Ausblick aufgrund der dünneren Leibungen waren Argumente. Die VIP-Dämmstärke beträgt nur 2 cm, zuzüglich einer verstärkten, 8 cm dicken Putzträgerplatte. Dieses Wärmedämmverbundsystem übernimmt den mechanischen und auch den Witterungsschutz der VIP sowie die Überdämmung von Wärmebrücken an Befestigungspunkten und Anschlüssen. Mit konventionellen Dämmstoffen wäre für einen vergleichbaren Dämmwert eine Schichtdicke von 25 cm erforderlich gewesen.
Die in diesem Projekt neu entwickelte Konstruktion basiert auf einem bereits vorhandenen System mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung für ein WDVS mit PU-Dämmung auf Ständerkonstruktion. Dieses konnte mit relativ geringem Aufwand durch einen Antrag auf Zustimmung im Einzelfall für die VIP ergänzt werden. Andere Systeme scheiterten vor allem an dem Kosten- und Zeitaufwand eines Prüfverfahrens, das für eine Zustimmung im Einzellfall notwendig gewesen wäre. Das Gebäude wurde mit dem Deutschen Bauphysikpreis 2005, einer Anerkennung zum Bayerischen Energiepreis 2006 und dem dena-Preis „Energieeffizienz und gute Architektur“ 2009 prämiert. Im Rahmen des Projektes VIP-PROVE wurde auch dieses Objekt im Detail untersucht. Von 750m² verbauten VIP waren ca. 450m² für Thermografieaufnahmen zugängig. Kein einziges dieser Paneele wurde als belüftet eingestuft.
- Dämmen durch Vakuum
- Den Wärmeschutz verbessern
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