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Abb. 15: Reihenhaus, Baujahr 1956, vor der Sanierung.
© Lichtblau Architekten

Abb. 16: Auf der Südfassade sind vollflächig Solarkollektoren integriert.
© Lichtblau Architekten

Abb. 17: Detail Dämmhülle Süd mit Fensteranschluß.
© Lichtblau Architekten

Abb. 18: Ansicht von Süden.
© Lichtblau Architekten

Abb. 19: Die Thermografie zeigt den guten Wärmeschutz im Vergleich zum Nachbargebäude. Die thermisch hochaufgelöste Darstellung läßt vertikal die Holzlattung zwischen den Elementen sowie horizontal Metallschienen in der Fassade erkennen.
© ZAE Bayern
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Aus der Praxis I: Prototypen Sanierung und Neubau

Bei der energetischen Sanierung dieses Reihenmittelhauses (nahe Passivhausstandard) bot eine Vakuumdämmung viele Vorteile. Speziell bei Reihenhäusern ist eine nachträgliche, dicke Außendämmung mit einem geometrisch, konstruktiv und optisch problematischen Versatz zu unsanierten Nachbargebäuden verbunden. Hier ermöglichte die dünne Ergänzungsdämmung mit VIP in den Dachschrägen, die Dachhöhe und den knappen, durchlaufenden Dachüberstand beizubehalten. Die Außenwände erhielten eine 9 cm schlanke Vorsatzschale mit VIP zwischen einer Holzlattung und neue, nach außen öffnende Fenster. Der Einsatz von VIP erlaubte auch eine effiziente Dämmung der niedrigen Kellerdecke. Die Wärmebrücken der Kommunwände zu den Nachbarn ließen sich durch in 25 cm tiefe vertikale Schlitze eingeschobene VIP-Elemente einwandfrei lösen.

Für den prototypischen Neubau des Zweifamilienhauses ermöglichen Bauweise und die Dämmung mit VIP Passivhausniveau in einer extrem schlanken Erscheinung. Der zweigeschossige, vorgefertigte Massiv-Holzbau besitzt eine Fassade aus schwedenroten Fichtenholztafeln über einer Unterkonstruktion mit VIP, südseitig sind Solarkollektoren unter Prismenglas integriert. Vakuumdämmung befindet sich außer in der Außenwand auch im Pultdach über dem Obergeschoss, sowie in den Außentüren. Vor allem die konsequente Konstruktion in Holz, sowie hochwertige, trennbare Materialien führen zu einem ökologisch, funktional und wirtschaftlich optimierten Gesamtergebnis. Die schlanken Wandaufbauten erzielen eine um 15 m² größere Wohnfläche.

In beiden Projekten bleibt ein Austausch belüfteter VIP-Elemente jederzeit möglich. Die Montage zwischen Holzlatten bzw. Metallschienen ermöglichte standardisierte Elementgrößen und eine einfache Montage. Das Einsetzen der ungeschützten VIP in die jeweilige Unterkonstruktion über umlaufendes Kompriband verlief entsprechend problemlos. Allein die Lieferkonditionen und die Qualitätssicherung bis zur Baustelle wiesen bei diesen Prototypen im Jahr 2000 noch erhebliche, aber lösbare Defizite auf.

Merkzettel

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