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Technologien zur Stromspeicherung (Stand: November 2003).
© Aus Projekt- Info 11/03
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Stromspeicherung

Trotz stabilen Stromnetzes in Deutschland wächst die Nachfrage nach Speichertechnologien auch bei Strom. Stromspeicher versorgen Geräte und mobile Anwendungen. Sie gleichen für eine 100% stabile Stromversorgung sicherheitsrelevanter Anwendungen (z. B. Rechenzentren) kurzzeitig etwaige Schwankungen oder Störungen im Stromnetz aus und ermöglichen die Versorgung von Gebieten ohne Netz.

Die direkte Speicherung von elektrischer Energie ist nur über Spulen und Kondensatoren möglich. Für größere Energiemengen muss elektrischer Strom daher in eine andere Energieform umgewandelt werden, um eine Speicherung zu ermöglichen (indirekte Speichersysteme). Erst ein zweiter Energiewandler kann die so gespeicherte Energie wieder nutzbar machen. Für die Stromspeicherung kommt eine Umwandlung in chemische Energie (z. B. die konventionelle Batterie, Methanol Brennstoffzelle), in mechanische Energie (z. B. Schwungradspeicher, Pumpspeicher- Wasserkraftwerke) und in magnetische Energie (z. B. Supraleitende Magnetische Energie Speicher – SMES) in Betracht.

Einige Vorteile dieser Techniken sind: Schwungmassenspeicher weisen besonders geringe Betriebskosten auf und können binnen weniger Millisekunden Strom aufnehmen oder abgeben. Supraleiter ermöglichen eine beliebige Tiefentladung und eine unbegrenzte Zahl an Be- und Entladungsvorgängen (Zyklenzahl). Kondensatoren zeichnen sich durch sehr geringe Energieverluste aus.

Wirtschaftliche Systeme zur Langzeitspeicherung von elektrischem Strom gibt es noch nicht. Technisch mögliche Verfahren sind große Druckluftspeicher oder eine elektrolytische Wasserstoffgewinnung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Allerdings sind noch weitere große Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung nötig, um zu marktgängigen Systemen zu kommen.

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