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Abb.1: Im Zentrum von Eberswalde entstand ein neues Verwaltungszentrum. Das Gebäudeensemble bietet Plätze und Wege, die zum Verweilen einladen.
© Martin Duckek
Architektonische Lücke in der Altstadt geschlossen
Projektinfo 16/2009
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Verwaltungsgebäude als energieeffizientes Ensemble

Im Zuge der Kreisreform in Brandenburg 1993 wurde der Landkreis Barnim neu gebildet. Die auf viele Standorte in der Stadt verteilte Verwaltung wurde in diesem Zusammenhang in einem neuen und zentralen Verwaltungsgebäude zusammengeführt. Nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit konnte in der historischen Altstadt von Eberswalde ein Gebäudeensemble für die Kreisverwaltung und den Landtag errichtet und 2007 eingeweiht werden. Benannt nach dem in Eberswalde geborenen Künstler Paul Wunderlich, beherbergt es auch eine seiner weltweit größten Ausstellungen. Nutzungsbezogen ist es das „Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum des Landkreises Barnim“.

Von Anbeginn waren Energieeffizienz und Nachhaltigkeit wichtige Kriterien und schon 2003 Bestandteil eines europaweit ausgeschriebenen, interdisziplinären Wettbewerbs. Bereits in der Entwurfsphase bearbeitete das Planungsteam mit dem Bauherrn gemeinsam auch Aufgabenstellungen im Bereich Facility Management, um das Gebäude später kosten- und ressourcenschonend betreiben zu können. Früh wurden alle für das Gebäudeenergiekonzept notwendigen Fachplaner eingeschaltet und Simulationen durchgeführt, die über den üblichen Planungsaufwand hinaus gingen. In diesem Rahmen wurde auch eine energieeffiziente, zonengeregelte Stehleuchte entwickelt, die flexibel sowohl die Grundbeleuchtung als auch die Arbeitsplatzbeleuchtung in den Büros sicherstellt.

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Ein wichtiges Planungsziel war es, die energetischen Anforderungen des Förderprogramms Energieoptimiertes Bauen (EnOB) zu berücksichtigen: Beschränkung des jährlichen Primärenergiebedarfs für Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Hilfsenergien auf max. 100 kWh/m²a. Dieses Ergebnis wird heute im Betrieb erreicht. Die Optimierung des Gebäudebetriebes ist noch nicht abgeschlossen, so dass künftig der Primärenergieverbrauch weiter reduziert werden kann.

Sowohl das wissenschaftliche Messprogramm als auch der erhöhte Planungsaufwand sowie innovative Technologien wurden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Der Energieverbrauch durch Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung sowie zahlreiche Parameter werden erfasst und bewertet, um den technischen Betrieb optimal zu regeln. Erste Ergebnisse des Monitorings liegen bereits vor und haben dazu geführt, einzelne Komponenten des Gebäudes zu optimieren.

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