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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Solarthermische Kraftwerke, hier eine Parabolrinne, brauchen einen hohen Anteil direkter Sonnenstrahlung. Nur diese lässt sich so auf Punkte oder Linien bündeln, dass hohe Temperaturen entstehen.
© Solar Millenium AG
Parabolrinnenkraftwerke vor der Einführung
Projektinfo 07/2008
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Solarthermische Kraftwerke werden Praxis

Bereits seit rund 20 Jahren existieren im Süden der USA neun solar- thermische Kraftwerke mit insgesamt 354 MWel Leistung. Zwar gab es in den Jahren danach national wie international kontinuierliche Forschungs- aktivitäten, aber bis etwa zum Jahr 2006 stagnierte die weitere Markt- einführung. Seither gehen wieder neue solarthermische Kraftwerke mit optimierter Technik in Betrieb und weltweit sind viele weitere Projekte in Planung.

Immer mehr Länder im Sonnengürtel wollen angesichts der hohen Energie- preise, der Klimaproblematik und wachsender Stromnachfrage ihre natürlichen Möglichkeiten nutzen, solare Hochtemperaturwärme in Kraftwerken zur CO2-freien Stromerzeugung einzusetzen. Diese Solar- kraftwerke können im Verbund mit fossiler Kraftwerkstechnik als Hybrid- kraftwerk arbeiten und eignen sich auch sehr gut für die Meerwasser- entsalzung.

Deutsche Forschungsinstitute und Firmen sind seit Jahren in der Entwicklung solarthermischer Kraftwerkstechnik engagiert. Sowohl bei den Komponenten als auch bei Auslegung und Konzeption kompletter Systeme inklusive der Kraftwerkstechnik zählen sie technologisch zur Weltspitze. Die Forschungsförderung durch das Bundesumweltministerium hat dazu beigetragen, die Kollektor-, Absorber- und Speicherkomponenten auf das heutige technologische Niveau zu entwickeln.

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Vier verschiedene Typen solarthermischer Kraftwerke, unterschieden nach der Art des Spiegelsystems, sind auf dem Markt: Parabolrinnenkraftwerke, solare Turmkraftwerke, Dish-Stirlingsysteme und die Fresnelsysteme. In Europa wurden Konzepte und Komponenten auf dem internationalen Testfeld Plataforma Solar de Almería in Spanien erprobt, mit dem Deutschland seit mehr als 30 Jahren eng zusammenarbeitet. Motiviert durch die in Spanien seit 2004 gesetzlich garantierte Vergütung für Strom aus solarthermischen Kraftwerken entstanden dort Planungen für kommerzielle Parabolrinnenkraftwerke.

Mit Andasol I geht im Sommer 2008 das erste derartige Kraftwerk in Südspanien in Betrieb, zwei weitere werden folgen. Jedes Kraftwerk kann etwa 200.000 Menschen mit Solarstrom versorgen. Auch die Forschungen an Solarturmkraftwerken laufen weiter. Ende 2008 wird in der deutschen Stadt Jülich ein Turmkraftwerk als Forschungsprojekt ans Netz gehen.

Merkzettel

Adressen

Andasol, Receiver
SCHOTT AG

Andasol, Spiegelsysteme
FLABEG Deutschland GmbH

Solarturm Jülich
Solar-Institut Jülich

Solarturm Jülich
Stadtwerke Jülich GmbH

Downloads

Literaturliste zum Thema
(2 Seiten, 38 kB)

Ausführliche Linkliste
(1 Seite, 34 kB)

Fachartikel zum Projektinfo
(4 Seiten, 426 kB)

Präsentation zum Thema
(19 Seiten, 940 kB)

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu den Projekten

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