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Abb. 1: Alte Module werden in der Pilotanlage in Freiberg für den Recyclingprozess vorbereitet
© Sunicon
Wiederaufbereitung kostengünstiger als Waferneukauf
Projektinfo 02/2010
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Recycling von Photovoltaik-Modulen

Die Solarindustrie wächst. Die installierte Leistung wird sich kontinuierlich erhöhen. In Deutschland wurden im Jahr 2009 Photovoltaik-Module mit einer Kapazität von rund drei Gigawatt neu installiert, die Stromerzeugung aus PV-Anlagen stieg von 4,4 TWh (2008) auf 6,2 TWh. Neue Großprojekte in aller Welt, aber auch die wachsende Verbreitung auf den Hausdächern hierzulande lassen den Bedarf an Rohstoffen weiter steigen. Nicht zuletzt die wertvollen Inhaltsstoffe von PV-Anlagen machen eine Wiederverwertung wirtschaftlich sinnvoll.

Was bisher wegen der langen Lebensdauer der Photovoltaik-Module von 25 und mehr Jahren kein ernstes Thema für die Solarindustrie gewesen ist, stellt sie in Zukunft vor neue Herausforderungen. Erste Photovoltaik-Anlagen haben in den vergangenen Jahren ihr Lebensende erreicht und wurden in einer Pilotanlage der Deutschen Solar AG recycelt. Bis 2015 wird eine beträchtliche Menge an PV-Modulen ausgedient haben, die daraus zu erwartende Abfallmenge steigt sprunghaft. Durch die Wiederverwertung können die Erzeuger wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen und den Bedarf an Primärrohstoffen verringern.

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In einem vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekt arbeiten Forscher der Deutschen Solar AG und der TU Bergakademie Freiberg seit 2002 daran, Modulrecycling umweltschonender und effizienter zu machen. Mit modernster Technologie lassen sich jetzt Produktionsabfälle, komplette ausgediente sowie gebrochene Module wiederaufbereiten und dabei Recyclingraten von über 95% erzielen. Um die Alt-Module optimal aufzubereiten, wird ein hochwertiges, flächendeckendes Recycling-System entlang der gesamten solaren Wertschöpfungskette notwendig. Um dieses auf EU-Ebene aufzubauen, hat die Solarindustrie als gemeinsame Initiative den Verband PV CYCLE gegründet.

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Adressen

Koordination
Sunicon AG

Projektpartner
TU Freiberg, AOC

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(PDF, 1 Seite, 63 kB)

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