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Abb. 6: Akkuspeicher
© Voltwerk
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Batteriesysteme

Durch die Einführung von Speichersystemen lässt sich der Eigenverbrauch von PVStrom annähernd verdoppeln. Doch auch hier ist die Wirtschaftlichkeit der zentrale Faktor. Sie wird stark von der Lebensdauer sowie Zyklenfestigkeit der Batterie bestimmt. Entsprechend wichtig ist es, durch eine geeignete Batteriebetriebsführung die Zahl der erforderlichen Batteriewechsel möglichst niedrig zu halten.

Um einen rentablen Betrieb zu erreichen, arbeiten die Forscher daran, dauerhafte und kostengünstige Speichertechnologien zu entwickeln. Wegen der relativ großen Verluste bei den derzeit üblichen Bleibatterien und der hohen Kosten von Li-Ionen-Batterien ist es noch nicht wirtschaftlich, Speichersysteme ausschließlich zur weiteren Erhöhung des Eigenverbrauchs einzusetzen. Werden Blei-Akkus eingesetzt, bleiben gegenüber der direkten Nutzung oder Einspeisung noch knapp 3/4 des erzeugten Solarstroms verfügbar.
Werden die teureren Lithium-Batterien mit einem intelligenten Batterielademanagement kombiniert, wird ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. So erreichen sie einen deutlich besseren Wirkungsgrad und höhere Zyklenfestigkeit: Während Blei-Akkus auf einen Wirkungsgrad von ca. 85 Prozent kommen, ergab ein zweijähriger Praxistest in Hausanlagen bei Li-Ionen-Akkus einen Wirkungsgrad von 95 Prozent bei einer voraussichtlichen Lebensdauer von 20 Jahren und 60 Prozent Entladetiefe pro Tag. Für die USV-Funktionalität allein sind Systeme mit modernen Bleibatterien bereits heute wirtschaftlich interessant – gerade auch im Vergleich zu USV-Systemen ohne PV-Unterstützung.

Ob sich der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom mehr lohnt als die Einspeisung ins Netz, hängt von vielen Variablen ab: Hier müssen Investitions- und Betriebskosten sowie Strompreise und Einspeisevergütung individuell berücksichtigt werden. Individuelle Berechnungen sind auch deshalb erforderlich, weil sich die Vergütung für den Eigenverbrauch mit der Höhe des Eigenverbrauchsanteils ändert. Bislang fressen Speicherkosten und Speicherverluste den Mehrerlös aus der Förderung des Eigenverbrauchs leicht wieder auf und verlangen dann doch vom Investor eine ökologisch geprägte Motivation. Für Privatanlagen wird eine Batteriegröße von 5 – 10 kWh vorgesehen – das entspricht zahlenmäßig etwa der zweifachen Leistung des PV-Generators. Das Batterieangebot entwickelt sich – bei den angepeilten Endkundenpreisen ist in wenigen Jahren eine Rendite zu erwarten.

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