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Dezentrale Energieversorgung der griechischen Insel Kythnos.
Standardisierung für die dezentrale Energieversorgung
Projektinfo 02/2002

Modulare Systemtechnik für dezentrale Energieversorgung

Weltweit haben über drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu einem öffentlichen Stromnetz. Während in Entwicklungsländern weite Teile des ländlichen Raumes betroffen sind, leben in Europa bis zu zwei Millionen Menschen fernab von Versorgungsleitungen, meist auf kleinen Inseln oder in unzugänglichen Bergregionen.

Die Elektrifizierung netzferner Gebiete beginnt oft mit einzelnen, dezentralen Inselsystemen, die sich auf Dieselaggregate stützen. Zunehmend werden in sogenannten hybriden Anlagen Kombinationen verschiedener Energiewandler eingesetzt, die auch regenerative Energiequellen wie Wind oder Sonne nutzen.

Inselsysteme könnten in Zukunft durch Wachstum und Vernetzung mit benachbarten Anlagen Keimzellen einer ausgedehnten Versorgungsstruktur werden. Mit der heute verwendeten Systemtechnik ist eine solche Entwicklung allerdings kaum zu realisieren. Die Anlagen werden in der Regel als Speziallösungen konzipiert, die auf die konkreten Bedingungen zugeschnitten sind. Unterschiedliche Standards der Energieaufbereitung und mangelhafte Kommunikationsfähigkeiten der Komponenten erlauben in den seltensten Fällen wirtschaftlich sinnvolle Erweiterungen oder gar Vernetzungen.

Um die Vision sich ausbreitender und vernetzender Systeme zu realisieren, ist eine Standardisierung der Systemtechnik erforderlich. Im Idealfall lassen sich die modularen Komponenten einer Anlage wie auch Anlagen untereinander nach dem Baukastensystem zusammenfügen. Durch die Vernetzung von Inselanlagen und die gemeinsame Nutzung der Komponenten entstehen virtuelle Kraftwerke, die gegenüber Einzelanlagen eine höhere Effizienz und Versorgungssicherheit garantieren.

Die Kostenvorteile einer konsequenten Standardisierung werden zunehmend auch die Einbindung regenerativer Energiequellen in die Versorgungsnetze industrialisierter Regionen erleichtern.

In den letzten 10 Jahren wurde eine modulare Systemtechnik von den Grundlagen über einzelne Komponenten bis hin zu Pilotanlagen fortentwickelt. Maßgeblichen Anteil daran hatten verschiedene Forschungsvorhaben des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), die vom Bundes- ministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und zum Teil auch von der Europäischen Union gefördert wurden.

Den vollständigen Text des 4-seitigen Projektinfos „Modulare Systemtechnik für dezentrale Energieversorgung“ (02/2002) lesen Sie in dem PDF-Dokument.

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