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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Das Firmengebäude fasst Verwaltung und Produktion zusammen. Kollektoren und Solargeneratoren auf dem Dachtragwerk der Fabrik sorgen nicht nur für Energie, sondern zeigen auch weithin, was im Gebäude produziert wird.
© SOLVIS, C. Richters
Neubau von Produktion und Verwaltung
Projektinfo 08/2005
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Mit der Sonne arbeiten

Der Wunschzettel der Bauherren war lang: das neue Gebäude der Firma Solvis sollte Produktion und Verwaltung unter einem Dach vereinen, ökonomische Arbeits- und Produktionsabläufe und kurze Kommunikationswege ermöglichen sowie komfortable Arbeitsplätze mit Tageslicht und durchgehend angenehmen Innenraumtemperaturen bieten. Das Ganze mit ansprechender Architektur aus umweltfreundlichen Baumaterialien und der Energieverbrauch nach Möglichkeit komplett durch regenerative Energien gedeckt. Kurzum: der Neubau sollte Funktionalität, Ästhetik und Umweltfreundlichkeit vereinen. Und natürlich musste auch der Preis stimmen.

Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Architekten und Ingenieuren war grundlegend für solche Ziele. Um ein stimmiges Konzept zu entwickeln, haben die Planer zuerst die Arbeits- und Produktionsabläufe der Fabrikation analysiert und optimiert, z. B. durch eine Produktion nach Kundenbedarf, die eine kundenspezifische Fertigung, verkürzte Lieferzeiten und gesenkte Materialbestände ermöglicht. Der Energiebedarf des Gebäudes und der Haustechnik wurde auf der Grundlage des Preis-Leistungs-Verhältnisses für jede Einsparmaßnahme minimiert, dabei wurden sowohl Maßnahmen zur Energieeinsparung als auch zur Verbesserung der Energieversorgung in Betracht gezogen. Eine Herausforderung war es, ein energiesparendes Lüftungskonzept für die Produktion zu entwickeln, das die logistischen Anforderungen für einen reibungsfreien Betriebsablauf berücksichtigt.

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Ergebnis ist ein sehr niedriger Wärmebedarf von 23 kWh/m²a (nach WSchVo 95), der 80% unter den Anforderungen für einen konventionellen Industrieneubau liegt. Das Gebäude wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Und der ökologische Anspruch endet nicht an den Fabriktoren: um einen umweltfreundlichen Arbeitsweg zu ermöglichen, bietet das Gebäude direkte Anbindung an den ÖPNV und eine Fahrrad-Parkanlage sowie Duschen für die Radler. Der erhöhte Aufwand für die integrale Planung und das intensive Gebäudemonitoring wurden im Rahmen des Förderkonzepts SolarBau vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) finanziell unterstützt. Die sicherlich interessanteste Frage war, ob die Zielstellung "Nullemissionsfabrik" erreicht werden kann.

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Architektur
Banz + Riecks

TGA, Energiekonzept
solares bauen GmbH

Energiekonzept, Tageslichtplanung, Gebäudesimulation
Fraunhofer ISE

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Forschungsinitiative EnOB

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Auswertung für das Jahr 2004
(21 Seiten, 349 kB)

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