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Ausblick

Alle Einsatzbereiche, die bisher mit dem problematischen Absorptionsstoffpaar Ammoniak- Wasser realisiert wurden, können jetzt durch die umweltfreundliche und energiesparende Stoffpaarung Zeolith und Wasser abgedeckt werden. Der Betrieb der Zeolith-Kühlaggregate ist sowohl mit Elektrizität als auch mit jeder Form von Wärme möglich. Die Energieeinspareffekte gegenüber den alten Systemen liegen zwischen 25 und 50%. Diesen Energieeinsparungen stehen bei der Vermarktung höhere Materialpreise gegenüber. Hinzu kommen beim Fertigungsbetrieb erhebliche Neuinvestitionen, die zunächst keine neuen Umsätze generieren, sondern nur die am Markt befindlichen Geräte substituieren. Zur Umsetzung der Forschungsergebnisse in kommerzielle Produkte arbeiten die Forscher an verschiedenen Entwicklungslinien.

Für Wohnmobile, Wohnwagen und Boote sind elektrisch- bzw. gasbetriebene Gefrier- Kühlkombinationen in der Entwicklung weit fortgeschritten. Es ist inzwischen möglich, Kühlschränke mit zwei Temperaturbereichen, einem Tiefkühl- und einem Normalkältefach zu bauen. Durch geeignete Geometrien ist es möglich das rückkondensierte Wasser in den vereisten Verdampfer zurückzuleiten. Neuentwickelte Vakuumventile erlauben den kontinuierlichen Betrieb mit nur einem Zeolithadsorber.

Im stationären Betrieb eignet sich die Technik beispielsweise für effiziente und geräuschlose Hotelkühlschränke. Die gezielte Verwendung von kostengünstigem Nachtstrom könnte hier die laufenden Betriebskosten zusätzlich reduzieren. Geeignete PCM (phasechange material) im Kondensator und Verdampfer sollen dabei sowohl Aggregatskosten reduzieren als auch für günstige Betriebsbedingungen während der Adsorption und Desorption sorgen.

Der Transport von Pharma- und Biotechnologieprodukten erfordert meist eine hohe Temperaturstabilität. Ein neuer Thermostat-Regler soll den Einsatz der Zeolith-Kühltechnik auch für temperatursensibles Kühlgut ermöglichen.

Erfolgreich laufen zur Zeit auch Versuche mit solarthermisch betriebenen Gefrierstationen für Kühlakkus. Konventionelle, mit Wasser gefüllte Akkus werden außerhalb des Vakuumsystems vereist und für Kühltransporte bereitgestellt. Die stationäre Anlage eignet sich insbesondere für südliche Klimazonen und kann auch in großen Einheiten gebaut und betrieben werden.

Für eine Reihe von Anwendungsgebieten sind inzwischen mit namhaften Firmen Kooperationsvereinbarungen geschlossen werden, mit dem Ziel, die umweltfreundliche Technik in Serienprodukten einzusetzen.

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